A8 Neunkirchen Richtung Saarlouis Zwischen AS Schwalbach/Schwarzenholz und AS Schwalbach Dauerbaustelle, Arbeiten am Mittelstreifen, linker Fahrstreifen gesperrt bis 28.10.2017 16:00 Uhr Zweiter Fahrstreifen auf Standspur eingerichtet. (26.05.2017, 13:53)

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Royals legen 3139 Kilometer in vier Tagen zurück

Saarlouis. 3139 Kilometer – ohne Stau und Pausen sind das etwa 30 Stunden in einem kleinen Neuner-Bus. Diese Strecke müssen die Basketballerinnen der Saarlouis Royals zurücklegen – für drei Auswärtsspiele innerhalb von vier Tagen.

Mit dem Bud nach Ungarn
„Da müssen wir im Vorfeld viele Nudeln essen, schlafen und hoffen, dass alle fit sind“, sagt der Trainer René Spandauw.
Am Mittwoch (24.11.2010) geht die Reise seines Teams los. Von Saarlouis fährt es nach Ungarn – zum Europapokalspiel gegen Seat Györ (Donnerstag, 18 Uhr).

Am Freitagmorgen geht es weiter, zurück in den Bus, zurück nach Deutschland. Nächste Station: Nördlingen. Um 20.30 Uhr findet dort das Achtelfinale im DBBL-Pokal gegen Heli Donau-Ries statt. Direkt nach dem Spiel geht die Reise weiter, mindestens dreieinhalb Stunden zurück in die Heimat. Kraft tanken.

Und am Sonntag geht es dann wieder los – noch mal rund 530 Kilometer und fünf Stunden Busfahrt nach Wolfenbüttel, wo die Royals um 15 Uhr in einem Ligaspiel antreten.

Spielerinnen müssen antreten
„Ich habe eine Verantwortung für die Spielerinnen. Wenn es nach mir ginge, würde ich nicht spielen“, erklärt Spandauw. Aber nach ihm geht es eben nicht. „Wenn wir nicht antreten, müssen wir Bußgeld zahlen“, sagt Marc Tepest, der Spielbereichsleiter der Royals, „das wären in Györ 15.000 Euro plus Ausfall der Schiris“. Das Europapokalspiel verschieben kann Seat Györ nicht, da die Partie im ungarischen Fernsehen übertragen wird. Das Pokalspiel ausfallen zu lassen, kam für die Royals aus sportlichen Gründen nicht in Frage. „Wir haben seit dreieinhalb Jahren kein Pokalspiel verloren. Da können wir nicht so einfach absagen“, sagt Tepest.

Blieb nur noch eine Möglichkeit: die Verlegung des Pokalspiels in Nördlingen. „Ich habe ihnen drei Vorschläge geschickt und warte immer noch auf die Antwort“, beschwert sich René Spandauw, „ich finde das unverschämt“. Aber Heli Donau-Ries wehrt sich gegen die Angriffe. „Wir haben die Terminvorschläge abgeklopft, aber entweder war die Halle belegt, oder wir hätten uns in einen deutlichen Nachteil versetzt. Solche Sachen kann man nie kurzfristig verlegen“, meint Nördlingens sportlicher Leiter Kurt Wittmann, „wir können nichts für die Situation, aber ich sehe es kommen, dass wir jetzt als die Unsportlichen dastehen“.

In solchen Fällen fordert Spandauw den Eingriff der Damen Basketball-Bundesliga (DBBL) oder des Deutschen Basketball-Bundes (DBB). „Die Terminierungen entscheidet die DBBL völlig autonom“, schiebt der DBB-Referent für Spielbetrieb, Jochen Böhmcker, die Verantwortung ab. Und DBBL-Geschäftsführer Achim Barbknecht sagt: „Wir können nichts machen, nur die Vereine. Wir haben Statuten, an die wir uns halten müssen.“ Den Royals bleibt nichts anderes übrig als 30 Stunden Busfahrt. 3139 Kilometer quer durch Europa.



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