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Rückblick: Das Drama der vertauschten Babys von Saarlouis

Saarlouis. Seit dem 8. Dezember hält das Drama um zwei vertauschte Babys die Öffentlichkeit in Atem. An diesem Tag, einem Freitag, wurde die Verwechslung bei einer Pressekonferenz im Landratsamt Saarlouis bekannt gegeben: Landrätin Monika Bachmann, unter deren Verantwortung das Jugendamt steht, und Vertreter der St.-Elisabeth-Klinik Saarlouis informierten darüber, dass zwei inzwischen etwa halbjährige Mädchen, zur Welt gekommen in dieser Klinik, irgendwann nach ihrer Geburt vertauscht worden seien. Das hätten Gentests einer Mutter, die erst 15 Jahre alt ist, ergeben. Die Tests seien von der Mutter selbst gewünscht worden, sagte die Sozialdezernentin im Landratsamt Susanne Schwarz, gester, Zu diesem Zeitpunkt konnte niemand sagen, wann, wie und mit wem das kleine Mädchen verwechselt wurde. Die Anwesenheit der Klinik-Vertreter ließ aber den Schluss zu, dass die Verwechslung wohl innerhalb der Klinik passiert sein musste.

Ärzte der Klinik riefen sofort 14 weitere Mütter an, die im fraglichen Zeitraum, es war der Juni 2006, in der Klinik ebenfalls von einem Mädchen entbunden worden waren. Die Mütter erschienen in der Klinik zu Gentests. Am Mittwoch, 12. Dezember die nächste Pressekonferenz, wieder mit einem gigantischen Ansturm der Medien aus ganz Deutschland: Das zweite vertauschte Kind war zweifelsfrei gefunden. In der Klinik seien vermutlich Bändchen vertauscht worden, vielleicht beim Baden, so der Geschäftsführer des Klinikträgers, der Marienhaus GmbH. Vorsatz schließe er aus. Kurz darauf nahmen sich die Anwälte Professor Egon Müller und Daniela Lordt aus der Kanzlei Heimes und Müller der Eltern an.

Die Klinik kündigte eine Untersuchung an und reichte sie – verspätet – kurz nach Weihnachten beim Gesundheitsministerium in Saarbrücken ein. Das Ministerium, Aufsichtsbehörde für die Krankenhäuser, war offenbar mit dem Ergebnis nicht zufrieden und ordnete eine eigene Untersuchung an. Deren Ergebnis soll Ende Januar vorliegen. we

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