L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

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Rund 100 000 Zuschauer beim 46. Burbacher Rosenmontagszug

Von wenigen Ausnahmen abgesehen (siehe Artikel unten links) verlief der 46. Burbacher Rosenmontagsumzug gestern ausgesprochen friedlich. 55 Gruppen mit mehr als 2000 Akteuren waren dabei – sogar eine Abordnung des Karnevalsvereins „Nemo“ aus der Saarbrücker Partnerstadt Nantes. Die hinterließ mit drei bildhübschen Königinnen, auffälligen Schwellköppen und lautstarker Dudelsackmusik einen bleibenden Eindruck bei den Zuschauern am Rand der Wegstrecke. Mindestens 100 000 sollen es – laut Polizei – gewesen sein. Ein Großteil der Zuschauer wollte die Wagen, Musik- und Fußgruppen schon am Start unmittelbar hinter dem Bürgerhaus Rockershausen sehen. Das verzögerte den Start. Am Zielpunkt des Zuges, am Burbacher Markt, erklärte Moderator Thomas Rink: „Der Zug ist wegen des großen Zuschaueraufkommens etwas später gestartet, und wird damit auch mit Verspätung zu uns kommen.“ Dann aber war die Stimmung sofort riesengroß. Die Grünen Nelken aus Dudweiler kamen gleich mit einer der größten Teilnehmergruppen. Unter anderem mit dem großen Kinderprinzenwagen, von dem herab Prinz Max und Prinzessin Ann-Sophie trotz eisiger Kälte tapfer winkten. Die Wagen und Fußgruppen der meisten Karnevalsvereine waren dem jeweiligen Sessionsmotto der Vereine gewidmet: „Mit Herz und Hand im Narrenland“ bei den Nassauern, „Narrenalm“ bei den Kesselflickern, „Zirkus“ bei den Daarler Dabbesen und der Kulturgemeinschaft Pfaffenkopf, „Frankreich-Freundschaft“ bei den Molschder Narrekäpp und „Die Linie 128 fährt zur Eulehall“ bei den Rußhütter Eulen. Die Bübinger Holzäppel erinnerten an ihr närrisches Jubiläum „vier mal elf“ – desgleichen die Güdinger Saarraketen mit „fünf mal elf“. Bei den Saarraketen präsentierte Markus Ettelbrück den am Samstag erbeuteten Rathausschlüssel. Mit dabei auch Burbacher Vereine, die sonst nix mit Faasenacht zu tun haben. „Sport ist doch keine Hexerei“, versicherte beispielsweise der Turnverein in seinem Motto. „Es war richtig knackig kalt, aber wir haben uns mit Schunkeln und Feiern gewärmt. Ich meine, wir haben einen schönen Umzug gemacht“, resümierte Hans-Jürgen Altes, Vorsitzender der Sportfreunde.

Nicht leicht hatten es die Blechmusiker. Bei eisigen Temperaturen war es nicht immer leicht, die Mundstücke auf Betriebstemperatur zu halten. Standfestigkeit war auch bei den Veranstaltern gefragt. Die Karnevalisten der Karnevalsgesellschaft „Mir sin do“ hatten nämlich nicht nur die Organisation des Umzuges zu bewältigen. Sie hatten am Wochenende – kurz vor dem Umzug – auch noch die Spielbank im Deutschmühlental und die Sparkasse in Burbach gestürmt.



Der Ensheimer Umzug startete pünktlich. Närrisches Volk hatte sich in Massen versammelt, um die 25 Wagen und Gruppen zu sehen. Viele private Gruppen waren dabei – aber auch einige Vereine. Die Kowe aus Auersmacher kamen gleich mit drei großen Wagen. Die Zuschauer sahen viele schöne Kostüme und witzige Ideen. Mit der Feuerwehr und dem Wagen der Ensheimer „Aldis“ waren gleich zwei Mondraketen im Umzug. Zusätzlich zum Motivwagen hatten die Aldis auch eine Fußgruppe mit Masken und imposanten Hüten im Umzug. Sie trugen Schilder und warben für eine friedliche Fastnacht. Dafür sorgten auch Polizei , Deutsches Rotes Kreuz und Feuerwehr, die mit einem Großaufgebot vor Ort waren. Die Polizei hatte wegen der Probleme im Vorjahr eigens eine Gruppe der Bereitschaftspolizei angefordert und das DRK sein Personal aufgestockt. Dem Umzug merkte man nichts an von den Mühen hinter den Kulissen, er schlängelte sich ohne Probleme durch die jubelnde Menge.
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