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Rund 35 000 Narren beim Ludweiler Fastnachtsumzug

Ludweiler. „Gott ist ein Beele, es wird bald trocken“, versichert Hans Agostini, Elferratspräsident der Beele's, am Sonntag beim Fastnachtsumzug in Ludweiler. Als der Zug um 13.31 Uhr startet, fängt es aus heiterem Himmel an zu hageln. Egal, die Narren rücken unterm Schirm näher zusammen. Und als die Zugleitung mit Thomas Laval von der Werbelner in die Völklinger Straße einbiegt, hört der Schneehagel so schlagartig auf, wie er gekommen ist. Doch bei vielen Narren bleibt trotz Sonne der Schirm aufgespannt: Einfach umgedreht eignet er sich bestens, um Bonbons und andere Leckereien zu fangen, die von den teilweise vier Meter hohen Wagen heruntergeworfen werden.

Der Umzug in Ludweiler ist einer der größten in der Region mit einem Lindwurm von rund einem Kilometer Länge und 70 Gruppen – viel zu viele, um alle zu erwähnen. Als Piraten, Clowns und Prinzessinnen bleiben die meisten Gruppen den typischen Verkleidungen treu. Aber dann gibt es auch noch die Schwarze Garde mit ihrem Motto „Flower Power“, Clowns mit Perücken in Neonpink oder die Bienen des Trimmclubs Dorf im Warndt – die Zugteilnehmer bringen vor allem Farbe mit. Und auch viele der – nach Schätzung der Karnevalsgesellschaft – rund 35 000 Narren am Straßenrand haben sich nach dem Motto „Hauptsache bunt und warm!“ kostümiert.

Thomas Laval führt zum 25. Mal den Umzug an. „Dafür ein kräftiges Beele Helau!“, motiviert Agostini die Massen. 25 Jahre Umzug mit 30 000 Teilnehmern und über 30 Tonnen geworfener Bonbons: Anlass für Agostini, von seinem roten Bus die einzelnen Gruppen am Markt nicht nur vorzustellen, sondern auch einen Rückblick zu geben. Den Auftakt macht die Brass-Band Ludweiler, eine der sieben teilnehmenden Kapellen, schon seit 1976 dabei. Es finden sich aber auch viele Neuzugänge. Zum zweiten Mal dabei war dieses Jahr zum Beispiel die Firma Kipper, als Zwerge verkleidet. „Die Lumpis“ hingegen gelten mit 37 Jahren Zugteilnahme als alte Hasen. Sie stellen mit 89 Jahren den ältesten und mit gerade mal 8 Monaten den jüngsten Zugteilnehmer.

Bunt gemischt auch das Publikum entlang der 4,5 Kilometer langen Strecke. Familie Baschab hat extra den weiten Weg aus Saarbrücken auf sich genommen, um das wilde Narrentreiben in Ludweiler zu verfolgen. „Der Umzug war klasse, er hat alles, was ein guter Umzug braucht: gute Stimmung, originelle Wagen und Kostüme“, findet Siegried Baschab. Sie hat ihre Enkelin auf dem Arm, die vor allem von dem riesigen, prachtvollen Prinzenwagen mit dem Prinzenpaar Christian und Tanja II. begeistert ist. Doch nach fast eineinhalb Stunden Umzug bekommt auch der härteste Narr so langsam kalte Füße. So strömen viele Teilnehmer und Zuschauer in das beheizte Festzelt, um sich zu wärmen und die Musik und die Lichtshow zu genießen.

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