Saarland, Landkreis Saarlouis: am 25.05.2017 zwischen 09:00 Uhr und 18:00 Uhr findet die Veranstaltung Gartenträume auf dem Linslerhof in Überherrn statt - es ist mit starken Verkehrsbehinderungen vor allem im Bereich der B 269 Neu zu rechnen. Ortskundige Autofahrer werden gebeten, den Bereich weiträumig zu umfahren. (08:22)

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SOL.DE-Spezial: Alles Wichtige zur Handball-Weltmeisterschaft 2017

Wird die deutsche Mannschaft wieder so jubeln können wie bei dem Gewinn der Europameisterschaft?

Wird die deutsche Mannschaft wieder so jubeln können wie bei dem Gewinn der Europameisterschaft?

Der Modus

Die 24 Teams treffen zunächst in vier Sechser-Gruppen aufeinander. Dabei qualifizieren sich die besten vier Mannschaften für das Achtelfinale. Dort trifft der jeweilige Erste auf den Vierten beziehungsweise der Zweite auf den Gruppendritten. Qualifiziert sich beispielsweise Deutschland für die K.o.-Runde, würden sie auf ein Team aus Gruppe D treffen. 
 

Anschließend geht es weiter bis zum Finale. Die Gruppenfünften- und sechsten spielen im sogenannten President's Cup weiter. Kritiker bemängeln, dass durch das geringe Aussieben in der Gruppenphase das Turnier zu Beginn an Schwung einbüßt und keine tolle Stimmung aufkommen könnte.

Neu ist in diesem Jahr der Videobeweis. Erstmals in  der Geschichte eines internationalen Männer-Turniers dürfen Schiedsrichter auf die Technik zurückgreifen - zum Beispiel bei der Frage, ob ein Ball im Tor war oder nicht.

Christian Schwarzer zum Videobeweis: „Ich halte das für sinnvoll. Zwar gibt es im Spiel vielleicht maximal ein oder zwei strittige Szenen, wenn es um Tor oder Nicht-Tor geht. Trotzdem ist der Videobeweis einfach hilfreich. Auch in amerikanischen Sportarten (zum Beispiel Eishockey, Anm. d. Red.) wird das schon jahrelang so gemacht - mit Erfolg."

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Die „deutsche" Gruppe

Deutschland trifft in der Gruppenphase auf Ungarn (13. Januar), Chile (15. Januar), Saudi-Arabien (17. Januar), Weißrussland (18. Januar), Kroatien (20. Januar). 

— France Handball 2017 (@Hand2017) 23. Dezember 2016


Kroatien kommt als EM-Dritter zur Weltmeisterschaft und dürfte der schwerste Gegner für die deutsche Mannschaft sein.

Christian Schwarzer: „Mannschaften wie Saudi-Arabien oder Chile sind kein klassisches Kanonenfutter mehr, die man mit 40:20 aus der Halle schießt. Aus deutscher Sicht muss man sie ernst nehmen, aber natürlich schlagen. Hauptkonkurrenten in der Gruppe werden sicherlich die drei europäischen Mannschaften sein."

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Der deutsche Kader

Deutschland hat mit Verletzungssorgen zu kämpfen. Mit Fabian Wiede und Steffen Weinhold fallen zwei wichtige Spieler aus. Zudem ist die Situation um Kapitän Uwe Gensheimer unklar: Sein Vater verstarb wenige Tage vor dem Turnier, Gensheimer reiste vom Nationalteam ab. Trotzdem dürfte er bei der WM dabei sein.

Name Position Nummer Verein Silvio Heinevetter Torwart 12 Füchse Berlin Andreas Wolff Torwart 33 THW Kiel Kai Häfner Rückraum-Rechts 25 TSV Hannover-Burgdorf Simon Ernst Rückraum-Mitte 40 VfL Gummersbach Niclas Pieczkowski Rückraum-Mitte 43 SC DHfK Leipzig Paul Drux Rückraum-Links 42 Füchse Berlin Steffen Fäth Rückraum-Links 23 Füchse Berlin Julius Kühn Rückraum-Links 35 VfL Gummersbach Finn Lemke Rückraum-Links 6 SC Magdeburg Patrick Groetzki Rechtsaußen 24 Rhein-Neckar Löwen Tobias Reichmann Rechtsaußen 9 KS Kielce (Polen) Rune Dahmke Linksaußen 34 THW Kiel Uwe Gensheimer Linksaußen 3 Paris Saint-Germain HB (Frankreich) Jannik Kohlbacher Kreisläufer 48 HSG Wetzlar Patrick Wiencek Kreisläufer 7 THW Kiel   Christian Schwarzer zum Kader: „Trotz der Verletzungen haben wir genügend Spieler, die für Deutschland eine gute Rolle spielen können. Glücklicherweise ist mit Holger Glandorf ein sehr erfahrener Aushilfsspieler dabei (Glandorf steht im erweiterten Kader, aus dem ein Spieler als 16. zum Team dazukommen darf, Anm. d. Red.). Der Tod von Gensheimers Vater ist eine persönliche Tragödie. Es bleibt abzuwarten, wie er damit umgehen wird."

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Die Favoriten

Zu den Favoriten zählen traditionell die europäischen Mannschaften. Titelverteidiger Frankreich hat vor eigenem Publikum wahrscheinlich die besten Chancen, das Turnier zu gewinnen. Aber auch Olympia-Sieger Dänemark und Spanien könnten um den Titel mitspielen. Außenseiterchancen haben laut den Buchmacher neben Deutschland auch Kroatien, Schweden und Polen.

  Christian Schwarzer über die Favoriten: „Ich weiß, wie es ist, eine WM im eigenen Land zu spielen. Die Franzosen werden sicherlich ganz viel Unterstützung bekommen. Außerdem haben sie die Handball-Welt in den letzten Jahren schon sehr stark dominiert. Es gibt immer sechs bis acht Mannschaften, die an einem guten Tag jeden schlagen können. Zum Favoritenkreis zählen für mich auch die üblichen Verdächtigen wie Dänemark dazu. Aber auch Deutschland ist dabei."

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Die Übertragungsrechte

Die Handball-Weltmeisterschaft wird nicht im deutschen Fernsehen zu sehen sein. Stattdessen müssen Fans auf die Streams des Sponsors DKB zurückgreifen. Die TV-Sender konnten sich mit dem Rechteinhaber beIN sports nicht einigen. Die Begegnungen werden auf handball.dkb.de zu sehen sein und werden dort kostenlos gezeigt. 

Wie man die WM auch am Fernseher sehen kann, erklären wir hier

Christian Schwarzer zur Posse um die Übertragungsrechte: „In meinen Augen ist es eine absolute Katastrophe, dass die Spiele nicht mehr im deutschen Fernsehen laufen. Ich habe viele Leute in meinem Bekanntenkreis, die keinen Internetzugang haben. Für die wird es schwer sein, die den Sport zu verfolgen. Man sollte sich überlegen, wie man das in Zukunft löst. Nur über die großen Medien können wir viele Leute erreichen."

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