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SV Elversberg startet Marketing-Offensive - viele neue Partner für Stadion

Logo der SVE.

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Sportlich kämpft die SV Elversberg in der 3. Fußball-Liga ums Überleben, um den Ligaverbleib. Baulich soll es in diesen Tagen mit großen Schritten im Stadion an der Kaiserlinde weiter gehen. Die neue Haupttribüne mit Logen und Business-Bereich soll bis zum Sommer fertig gestellt werden. Und dann gibt es seit dieser Saison bei der SVE ja auch noch einen neuen Marketing-Bereich, der von Dirk Ex angeführt wird. „Wir müssen die SVE zur Marke machen. Das ist unsere Aufgabe“, sagte Dirk Ex bei seinem Amtsantritt im vergangenen Sommer. Große Worte, denen Taten folgten und noch folgen werden.

 Wenige Spieltage nach Saisonbeginn war bei den Heimspielen plötzlich ein als Pandabär verkleidetes Maskottchen am Spielfeldrand zu erkennen. „Ein Verein dieser Größenordnung braucht ein Maskottchen, und das Präsidium hat sich letztlich für Paul, den Pandabären, entschieden“, sagt Diplom-Betriebswirt Ex: „Natürlich gibt es Menschen, die uns wegen dieser Aktion belächeln. Auf der anderen Seite war die Miniatur-Ausgabe von Paul in nur einer Woche ausverkauft. Paul ist gerade bei den Kindern ein Renner.“

Und das Maskottchen war nur der Anfang. Ende des vergangenen Jahres brachte die SV Elversberg den SVE-Keks heraus. Es folgten Pfefferminz-Bonbons, und seit Ende Januar gibt es E07, den SVE-Energy-Drink. „Wir beziehen in alle unsere Ideen und Produkte unsere Partner mit ein. Wir wollen alle eine große Familie werden“, erklärt der 46-jährige Marketingleiter, der bereits von den nächsten Ideen spricht, die in der Umsetzungsphase sind. „Es wird den Elversburger geben, den wir mit unserem Partner Schwamm kreieren. Mit unserem Münchner Partner Dallmayr produzieren wir den SVE-Wakeup-Kaffee. Auch mit Karlsberg wollen wir uns etwas überlegen“, sagt der frühere Jugendfußballer und Eishockey-Spieler, der eine SVE zum Anfassen haben möchte. „Wir werden mit der Mannschaft und auch mit unseren Partnern zu den Menschen gehen. Im Mai heißt es: Die SVE kocht. An diesem Abend werden die SVE-Spieler unter professioneller Anleitung kochen und Gäste bedienen“, erläutert Ex, der von sich selbst sagt, 1000 Ideen und Gedanken zu haben, aber nicht die Zeit, um alles umzusetzen.

Sicher ist auch, dass es nach den Sommerferien eine der größten Nachwuchs-Veranstaltungen im Fußball-Saarland geben wird. In 158 Grundschulen in allen sechs Landkreisen wird die SVE ein Jahr lang Fußball-Turniere austragen, um den Familien die SV Elversberg näher zu bringen und um die stärkste Grundschule zu ermitteln.

Doch bei allen Ideen und Gedanken, das Prunkstück bleibt das Stadion. Und dort gibt Dirk Ex richtig Gas. „Wir haben bislang 68 neue Partner gewinnen können. Bis April sollen es 75 sein, und am Saisonende möchte ich bei 100 neuen Partnern sein“, sagt Ex. Partner, die je nach finanziellem Engagement in Premium-, Business- und Lokalpartner eingestuft werden. 15 Logen und einen großen Multifunktions- und Konferenzraum wird es auf der neuen Haupttribüne geben. Eine Loge kostet pro Saison 30.000 Euro. Zehn Logen hat Ex schon an den Mann gebracht. Zudem sind die kompletten 400 Meter Bandenwerbung im Stadion-Innenbereich schon verkauft.

Pläne auch für Regionalliga

Nach der Fertigstellung der weiteren geplanten Bauabschnitte soll das Stadion an der Kaiserlinde rundum mit einem Dach versehen ein. Das bedeutet für Ex weitere 400 Meter an Dachbande, die man mit Werbung versehen kann. Der Stadionname wird ebenfalls vermarktet. Wer den Zuschlag erhält, ist noch nicht klar.

Sicher ist auch, dass es im neuen Stadion eine Video-Anzeigetafel geben wird, auf der sich die Sponsoren mit ihren Filmen präsentierten können. Der nächste Schritt für Ex sind Rotationsbanden für die Werbung auf den Geraden hinter den beiden Toren. „Wenn wir beide Geraden komplett bestücken, haben wir 100 Meter Rotationsbande. Das wäre Ligaspitze in der 3. Liga“, sagt Ex.

Apropos 3. Liga – was passiert eigentlich im Falle eines Abstiegs in die Regionalliga? „Ich plane mit allen Partnern zweigleisig, von daher würde sich bei einem Abstieg für das Marketing nichts ändern. Aber wir brauchen nicht darüber zu reden, dass die 3. Liga deutlich lukrativer ist“, sagt Ex.
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