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SVE: Der Aufstieg ist in weiter Ferne

In dieser Saison läuft's nicht rund bei der SVE: Der Aufstieg schwebt in weiter Ferne.

In dieser Saison läuft's nicht rund bei der SVE: Der Aufstieg schwebt in weiter Ferne.

Elversberg. Die SV Elversberg blickt auf die erfolgreichste Saison ihrer 14-jährigen Regionalliga-Zugehörigkeit. Nach dem zweiten Saarlandpokalsieg in Folge im Mai folgte am Ende der Saison 2009/2010 mit Platz sieben in der Fußball-Regionalliga West die bisher beste Platzierung. Und in der ersten Runde des DFB-Pokals schlug die SVE vor 3000 Zuschauern den derzeit Vierten der Bundesliga, Hannover 96 mit 5:4 nach Elfmeterschießen. In der zweiten Runde kam gegen Bundesligist 1. FC Nürnberg das Aus (0:3). Aber rund 500 000 Euro Mehreinnahmen blieben hängen.

Günter Erhardt brachte den Club auf Trab

Der Oberliga-Trainer löste im Oktober 2009 Djuradj Vasic bei der Regionalliga-Elf ab – seine erste Station im Profibereich. „In Amateurclubs machst du dein Ding, hier und da interessiert sich jemand dafür. Im Profibereich ist das anders, der Druck größer. Aber das ist in Ordnung. Man muss konsequent an der Umsetzung seiner Ziele arbeiten“, sagt der 50-Jährige. Er ist konsequent. Er räumte auf. Spieler, die seinen Weg nicht mitgehen wollten, wurden ausgemustert. Am Saisonende stand Rang sieben.

Erhardt krempelte den Laden weiter um. Im Sommer gingen neun Akteure, zwölf wurden geholt. „Wir haben begonnen, eine neue Mannschaft aufzubauen. Wir wollten vorne mitspielen, was uns nicht gelang“, sagt Erhardt: „Wir haben von 17 Ligaspielen nur vier verloren, haben aber zu viele Unentschieden (sieben, Anmerkung der Redaktion). Nach einem tollen Saisonstart und dem Sieg im DFB-Pokal haben einige gedacht, sie hätten genug gemacht. Das war ein Fehler und hat uns viele Punkte gekostet.“ Schlüsselspieler wie Martin Willmann oder Samir Kozarac fielen in ein Formtief, Thorsten Reiß, Marc Gross oder Emre Güral fehlten verletzt. „Reiß und Gross sind mit die dynamischsten Spieler der Liga. Die kann man nicht einfach ersetzen. Seit sie wieder dabei sind, geht's aufwärts. Emre hat uns vergangene Saison zu vielen Siegen geschossen.“

 

Im Tor hat Erhardt oft gewechselt. Nach der Ausmusterung Adnan Masics musste auch Jens Kern vorzeitig gehen. Matthias Kuhn spielte. Nach Patzern Daniel Kläs, der aus der A-Jugend des 1. FC Saarbrücken kam, die Chance: „Er bringt alles mit, was man für einen Profitorhüter braucht.“ Über Kuhn sagt der Trainer: „Ich habe ihm mitgeteilt, dass er gehen kann.“

Mehr Dynamik im zentralen Mittelfeld

Erhardt, der seine Spieler am 6. Januar zur Vorbereitung bittet, hat weitere Personalien im Kopf. „Wir wollen uns in der Winterpause verstärken. Im zentralen Mittelfeld sind wir mit Willmann und Kozarac groß, aber zu langsam. Dort brauchen wir mehr Dynamik“, sagt der 50-Jährige, der an seinem Dreijahresplan festhält: „Eine Mannschaft aufzubauen und zu formen geht nicht von heute auf morgen. Wir sind auf einem guten Weg. Die Zusammenarbeit mit Oberliga-Trainer Jens Kiefer ist hervorragend. Die A-Jugend sollte den Aufstieg in die Regionalliga schaffen und kommende Saison stoßen 13 A-Jugendliche zum Oberliga-Kader. Das gab es in Elversberg auch noch nicht.“

 

Die Spieler in der Einzelkritik

Matthias Kuhn: Gute Leistungen im Tor waren Trainer Günter Erhardt nicht gut. Note: 3

Daniel Kläs: Die neue Nummer ist ein starker Rückhalt. Note: 2

Lukas Olbrich: Nutzte seine in der Viererkette nicht. Note: 4

Rene Schwall: Verstärkung auf in der Viererkette. Muss mehr für die Offensive tun. Note: 2

Emre Anuk: Konnte sich in der Innenverteidigung keinen Stammplatz erarbeiten. Note: 4

Andreas Backmann: Abwehrchef mit starkem Stellungsspiel, die Schnelligkeit fehlt. Note: 2

Christian Mikolajczak: Während der Saison geholt, konnte nicht überzeugen. Note: 4.

Faysal El Idrissi: Der Spielmacher spielt zu viele Fehlpässe, erzielt aber wichtige Tore oder gibt wichtige Vorlagen. Note: 2

Marc Gross: Fehlte lange verletzt. Wenn er fit ist, bringt er die Mannschaft voran. Note: 2

Maximilian Englert: Nutzte seine Chance nicht. Note: 4

Thorsten Reiß: Zeigte teilweise starke Leistungen auf der rechten Seite, eine Adduktorenverletzung stoppte ihn. Note: 2

Ajdin Zeric: Kam zu wenigen Einsätzen in der Offensive, setzte keine Akzente. Note: 4

Adam Fall: Hatte viele Einsätze rechts in der Viererkette. Offensiv fehlt der letzte Wille. Note: 3

Samir Kozarac: Zu Saisonbginn stark, viel in ein Tief. Note: 3

Martin Willmann: Der Kapitän schießt Tore, muss aber läuferisch zulegen. Note: 3

Marcus Fischer: Mit acht Toren bester Stürmer der SVE und viertbester der Liga. Note: 1

Emre Güral: Hat eine Verletzung nicht ganz verdaut. Note: 3

Denis Omerbegovic: Kommt nicht in Fahrt. Note: 4

Zouhiar Bouadoud: Konnte sich nicht in Szene setzten. Note: 5

Alexander Karapetyan: Erlitt eine Bänderverletzung zu Saisonbeginn. Traf in der Vorbereitung am besten, hat nach seiner Rückkehr getroffen. Note: 2

Wilko Risser: Der namibische Nationalspieler konnte nicht überzeugen. Note: 5

Matthias Kühne: Der stärkste Defensivspieler der SVE. Ahnt Situationen voraus, baut das Spiel auf, erzielt Tore. Note: 1

Marc Birkenbach spielte nicht, Thiemo Höhn plagt eine mysteriöse Muskelverletzung, Nikolas Fernandez fehlt mit Bandscheibenvorfall lange.

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