A623 Friedrichsthal Richtung Saarbrücken Zwischen AS Saarbrücken-Herrensohr und Einmündung Rodenhof Bauarbeiten, linker Fahrstreifen gesperrt, Stau zu erwarten bis 19.10.2017 05:00 Uhr (17.10.2017, 16:49)

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SVE spielt heute um den Saarlandpokal-Sieg und am Samstag um den Verbleib in der 3. Liga

Viel verrückter als bei der SV Elversberg kann eine Fußball-Saison im Prinzip nicht mehr laufen. Nur zwei Wochen Sommerpause vor einem Jahr, gerade einmal zehn Tage Winterpause, drei Trainer (Jens Kiefer, Dietmar Hirsch, Roland Seitz), der Rauswurf eines Sportdirektors (Roland Benschneider) und viel Licht und Schatten auf dem Platz. Auswärts hat die SVE seit dem 26. Oktober 2013 nicht mehr gewonnen, und auf eigenem Platz ist die SVE in diesem Kalenderjahr noch ungeschlagen. Und all dies würde am Samstag (15.30 Uhr) niemanden mehr interessieren. Vorausgesetzt, die SV Elversberg gewinnt heute um 18 Uhr in Völklingen das Finale des Saarlandpokals gegen den FC Homburg und schafft am Samstag mit einem Sieg bei Borussia Dortmund II den Verbleib in der 3. Fußball-Liga.

„Wenn wir das schaffen, ist alles, was war, vergessen. Wir könnten in vier Tagen den Sonnenschein zurück nach Elversberg holen“, sagt SVE-Trainer Roland Seitz mit Blick auf die beiden wichtigsten Spiele der Saison. Gewinnt die SVE den Pokal und zieht in den DFB-Pokal ein, sind 100 000 Euro plus zusätzliche Einnahmen garantiert. Bleibt die SVE in der 3. Liga, kommen 600 000 Euro an TV-Geldern hinzu. Verliert die SVE beide Spiele, gibt’s gar nix und den Abstieg in die Regionalliga noch obendrauf. „Wir wissen alle, wie wichtig diese Woche für den Verein ist. Wir werden alles dafür tun, um die Spiele zu gewinnen“, sagt Seitz.

Das Training in dieser Woche wurde reduziert und zudem fast ausschließlich im regenerativen Bereich gearbeitet. „Wir werden uns am Mittwochmorgen Videos vom FC Homburg angucken und vor allem die gefährlichen Standards des Gegners unter die Lupe nehmen. Anschließend werden wir im Training die Situationen nachstellen. Wir wollen top vorbereitet sein“, gibt der SVE-Trainer einen Einblick in seine Arbeit.

Nicht mit von der Partie werden Dominik Rohracker (Magen- Darm), Jeff Gyasi (Fleischwunde am Fuß) und Lukas Billick sein. Billick sah im Halbfinale gegen den SV Mettlach nach seiner Auswechslung die Rote Karte und ist gesperrt. Am Samstag in Dortmund ist der Innenverteidiger wieder dabei. Ob Rohracker fit wird, bleibt abzuwarten, Gyasi ist in Dortmund wegen der fünften Gelben Karte gesperrt. „Wir sind auch ohne die Ausfälle gut aufgestellt. Die Endspiele können beginnen“, sagt Seitz.

Und ein gutes Omen hat die SV Elversberg in puncto Endspiele. Marc Groß, Kapitän und dienstältester Spieler der SVE (kam im Sommer 2009) stand bislang in drei Endspielen mit der SVE. 2010 gewann der Verein mit Groß den Saarlandpokal, und in der vergangenen Saison war Groß auch dabei, als die SVE in den beiden Relegationsspielen gegen 1860 München II den Aufstieg in die 3. Liga perfekt machte. Der 26-Jährige steht auch heute gegen den FC Homburg auf dem Platz. „Wenn das so einfach wäre, hätte ich nichts dagegen“, sagt Groß.


SFV entschädigt Sportfreunde mit einem Relegationsspiel

Völklingen. Die Sportfreunde 05 Saarbrücken waren bestens vorbereitet, um das Endspiel im Saarlandpokal auf den Saarwiesen auszutragen. Nach 31 Jahren hatte der Saarländische Fußballverband (SFV) wieder ein Pokal-Finale nach Burbach gegeben. 75 Helfer hatten die Sportfreunde zusammengetrommelt, viele hatten sich für den großen Tag extra Urlaub genommen. Vor einer Woche entschied der Verband aber, das Spiel ins Völklinger Hermann- Neuberger-Stadion zu verlegen.

Der Grund waren Sicherheitsbedenken der Polizei, da sich gewaltbereite Fans angekündigt haben. In Burbach gibt es zudem keine Zaunbegrenzung zum Platz beziehungsweise Innenraum, in Völklingen schon. „Natürlich sind wir enttäuscht, dass uns das Spiel wieder weggenommen wurde. Wir haben viel Arbeit investiert. Wir wollten mit diesem Ereignis, das 2500 Zuschauer begeistern sollte, den Burbachern und somit auch Saarbrücken wieder einmal positive Schlagzeilen bescheren“, erklärt Hans-Jürgen Altes, der Vorsitzende der Sportfreunde Saarbrücken.

Der SFV bedauert die kurzfristige Entscheidung. „Die Sicherheit aller Beteiligten geht einfach vor. Wir werden die Sportfreunde aber entschädigen und sehen vor, dem Verein ein Relegationsspiel um den Auf- und Abstieg nach der Saison zuzuteilen“, erklärte Adalbert Strauß, der Spielausschussvorsitzende des SFV, gestern auf Anfrage der Saarbrücker Zeitung. leh
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