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Saal Niederländer ist wieder geöffnet

Nachrichten aus der Region St. Ingbert.

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Ormesheim. Der Saal Niederländer ist wieder offen. Nachdem die Untere Bauaufsichtsbehörde im vergangenen Oktober die Schließung der Ormesheimer Veranstaltungsstätte angeordnet hatte, saß der Schock bei den örtlichen Vereinen tief. Insbesondere der Musikverein und der Kultur- und Theaterverein (KTV) fürchteten um ihre bereits geplanten Veranstaltungen, der KTV sogar um seine Existenz. Letzterer ist nämlich aufgrund seiner Bühnenbauten und der langfristigen Planung seiner Veranstaltungen vom Bestand des Festsaals geradezu abhängig, sagt KTV-Vorsitzender Walter Vogelgesang, der nun natürlich extrem erleichtert ist.

In der vergangenen Woche fanden die letzten Begehungen statt, die Mängel im Brandschutz wurden behoben, und der TÜV hat in einem Schlussgutachten der Freigabe nicht mehr widersprochen. Damit können die Fastnachtsveranstaltungen schon wie geplant stattfinden, und die Zeit des Bangens ist vorbei. Am 26. Januar ist die erste Sitzung, der Vorverkauf startet am 19. Januar um 9 Uhr, wobei die Wartenden diesmal nicht draußen stehen müssen, sagt Vogelgesang.

Der Schaden für den Verein halte sich in Grenzen, nur einige Werbemittel waren nicht mehr zu gebrauchen, da habe die Gemeinde aber Entgegenkommen signalisiert. Dankbar ist Vogelgesang einigen kleineren Gruppen und privaten Nutzern des Festsaals, die jetzt auf ihre schon gebuchten Nutzungszeiten verzichten würden, damit der KTV seine Proben nachholen und die Aufbauten vornehmen kann.

„Die Schließung hatte am Ende sogar noch etwas Gutes, denn wir haben den Keller entrümpelt und fünf Hänger mit Sperrmüll beseitigt“, scherzt Vogelgesang, dem man die Erleichterung ansieht. Vor Weihnachten, als die Zwangssperre verkündet wurde, war ihm nur schwer ein Lächeln zu entlocken gewesen. Enttäuscht ist aktuell der Eigentümer der Halle, der sich auch gegenüber der Presse nicht äußern will. Er hat die Kosten tragen müssen, die Summe behält er für sich.

An Umbauten gab es in der Halle vor allem 49 neue Lampen und Notausgang-Beleuchtungen, Notbeleuchtung und die Demontage der Elektrogeräte in der KTV-Küche im Keller. Dort darf nicht mehr gekocht werden, was für den KTV aber sowieso keine große Bedeutung hatte, sagt Vogelgesang. „Wir hatten die Küche geschenkt bekommen, kommen aber auch ohne die Elektrogeräte aus. Die für uns wichtigen Kühlschränke dürfen weiter betrieben werden“, sagt er. Der Schminkraum sei jetzt nur noch Lager, auch damit könne der Verein gut leben. Bürgermeister Gerd Tussing ist zufrieden mit dem Ergebnis: „Die Fluchtwege und der Brandschutz sind jetzt amtlich abgenommen. Die Halle kann langfristig wieder sicher betrieben werden. Die Reparaturen waren keine Provisorien, wir haben jetzt Rechtssicherheit“, sagt der Bürgermeister. Dem Vermieter und Eigentümer sei man insoweit entgegengekommen, dass die Gemeinde den Saal jetzt für fünf Jahre angemietet habe und die jährliche Verlängerungsklausel weggefallen sei.

Damit habe auch der Eigentümer zumindest für fünf Jahre sichere Einnahmen. Die im ersten Gutachten beschriebene „Gefahr für Leib und Leben“ habe zu keinem Zeitpunkt wirklich bestanden, fügt der Bürgermeister hinzu. Gerade die Statik des Saals Niederländer sei einwandfrei. Die Brandschutzauflagen zu erfüllen, sei ohne Eingriffe in die Bausubstanz möglich gewesen.

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