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Saar-Arbeitsmarkt: Krise ist überstanden

Bei Fördermaßnahmen muss die Saar-Arbeitsagentur inzwischen allerdings genauer hinschauen. Denn für den so genannten Eingliederungstitel (EgT), der den gesamten arbeitsmarktpolitischen Instrumentenkasten umfasst, sind die Mittel gegenüber 2010 von 38,1 auf 33,4 Millionen Euro zurückgefahren worden. Vor allem Standard-Kurse, die sich beispielsweise damit beschäftigen, wie man eine Bewerbung schreibt, wurden erheblich eingedampft. „Wir gehen mit unseren Weiterbildungs-Angeboten verstärkt in die Betriebe, wo wir dazu beitragen, dass Qualifizierungslücken geschlossen werden“, macht der Chef der Saar-Arbeitsagentur deutlich.

Für die spezielle Förderung jüngerer Leute wird mit 10,73 Millionen Euro ähnlich viel Geld ausgegeben wie im vergangenen Jahr. Dies sei nötig. Denn die Unternehmen würden sich immer häufiger beklagen, dass die Jugendlichen nicht imstande seien, ohne vorgeschaltete Lehrgänge oder ausbildungsbegleitende Hilfen eine Lehre zu beginnen oder durchzustehen.

Dass die Krise gemeistert ist, sieht man auch an den Leistungen der Saar-Arbeitsagentur. Während im Jahr 2009 noch 47,3 Millionen Euro Kurzarbeitergeld gezahlt wurden, waren es 2010 lediglich 17 Millionen Euro. An Arbeitslosengeld flossen im vergangenen Jahr 169,9 Millionen Euro, ein Jahr zuvor noch 189,1 Millionen Euro. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen offenen Stellen liegt derzeit bei rund 4670. Im Mai 2010 wurden 3320 gezählt.

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