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Saar-Bergleute glauben an die Kohle

Alsweiler. „Nach dem energiepolitischen Drama in Japan ergibt sich für uns die spannende Frage, ob es zur Renaissance der Kohle kommt. Jedenfalls kann unsere Energiewirtschaft nicht so bleiben, wie sie jetzt ist.“ Das sagte der Landesvorsitzende der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine, Klaus Hiery, auf der Delegiertentagung am Samstag in Alsweiler, zu der 113 Mitglieder aus 45 Vereinen gekommen waren. Ähnlich argumentierte der Bezirksleiter der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE), Dietmar Geuskens: „Es ist eine Illusion zu glauben, dass Atomkraftwerke sicher und sauber sind.“ Der Plan der saarländischen Landesregierung, das Land demnächst nur noch mit regenerierbaren Energien zu versorgen, koste sechs- bis acht Mal mehr als jetzt und fordere hohe Subventionen. „Wir sollten den Energiemix im Focus behalten, vor allem deshalb, weil es in Deutschland noch für mehr als 100 Jahre Rohstoffe gibt“, so Hiery.

Auch der Marpinger Bürgermeister Werner Laub brach eine Lanze für die Kohle: „Ich glaube, dass nach Japan viele darüber nachdenken, ob es an der Saar vielleicht doch noch eine Chance für die Kohle gibt.“ Den Bergmanns-, Hütten- und Knappschaftsvereine an der Saar spendete er ein Lob, „weil sie nicht die Asche der Tradition bewahren, sondern das Feuer am Brennen halten“. Der St.?Wendeler Landrat Udo Recktenwald erinnerte daran, welch entscheidenden Anteil der Saarbergbau am wirtschaftlichen Aufbau des Landes gehabt habe. Bei der Energie sollte nun auf Effizienz und Sparwillen gesetzt werden.

Hiery berichtete von einer positiven Entwicklung des Verbandes. Zurzeit zähle er 85 Vereine mit 27?500 Mitgliedern. Hiery mahnte ein schlüssiges Konzept für eine zeitgemäße Erinnerungskultur an, wenn am 30. Juni 2012 der Bergbau im Saarland zu Ende gehe. 18 Vereinsmitglieder erhielten Ehrennadeln. gtr
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