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Saar-Derby: FCS spielt morgen im Pokal gegen den FC Homburg

Morgen kommt es nun zur »Mutter aller Saar-Derbys«: Der FCS spielt im Saarlandpokal bei Regionalligist FC Homburg (19 Uhr).

Morgen kommt es nun zur »Mutter aller Saar-Derbys«: Der FCS spielt im Saarlandpokal bei Regionalligist FC Homburg (19 Uhr).

Saarbrücken. FCH – drei Spiele gegen Mannschaften mit dieser Buchstaben-Kombination innerhalb von neun Tagen werden die Zukunft von Fußball- Drittligist 1. FC Saarbrücken entscheidend beeinflussen. In der ersten FCH-Partie gab’s am Freitag ein 0:3 (0:2) beim 1. FC Heidenheim – und einen emotionslosen Auftritt der Mannschaft von Trainer Jürgen Luginger, die wieder früh in Rückstand geriet. Nach Fehlern von Tim Stegerer und Nico Jüllich traf Michael Thurk zum 0:1 (5. Minute). Beim 0:2 verlor Tim Kruse ein Kopfballduell gegen Marc Endres (19. Minute). Beim 0:3 (75.) zeigten Alper Bagceci und Marc Schnatterer, wie einfach ein Doppelpass sein kann. Dass der FCS in Person von Sven Sökler einen Strafstoß verschoss und danach 68 Minuten mit einem Spieler mehr (Tim Göhlert hatte nach dem zum Elfmeter führenden Foul an Marcel Ziemer Rot gesehen) zu keiner Torchance kam, belegt Verunsicherung. Ein Aufbäumen war nie zu erkennen.

Luginger gab nach dem 3:3 gegen den SV Wehen der Defensive eine Bewährungschance. Er veränderte die Abwehr auf einer Position: Stegerer spielte für Adam Straith als Linksverteidiger. Doch die ganze Mannschaft versagte. „Keiner spielt mit Absicht schlecht“, beteuerte Sökler. Kapitän Marc Lerandy sagte: „Der Trainer ist die ärmste Sau.“ Der für den Sportbereich zuständige Vizepräsident Harald Ebertz erklärte: „Es gibt keine Gedanken über und keinen Stichtag für den Trainer. Ich erwarte, dass jeder Spieler seine optimale Leistung endlich abruft.“

Die Fans sind gespalten. Während die einen Luginger vertrauen, fordern andere seinen Rauswurf. Auch weil am Freitag die Umstellung, Sökler ins Zentrum und Manuel Stiefler auf den Flügel zu stellen, ebenso wirkungslos blieb wie die Einwechslungen von Markus Hayer und Marius Laux.

Morgen kommt es nun zur „Mutter aller Saar-Derbys“: Der FCS spielt im Saarlandpokal bei Regionalligist FC Homburg (19 Uhr). „Ich werde den Jungs, die noch nicht so lange da sind, eindringlich erklären, was dieses Spiel für die Menschen im Land bedeutet“, hatte FCS-Akteur Lukas Kohler schon vor dem Heidenheim- Spiel gesagt. „Das wird ein Spiel auf Augenhöhe, da gibt’s keinen Favoriten. Es muss um jeden Zentimeter gekämpft werden“, sagte Luginger: „Da müssen Leute auflaufen mit Herz und Wille. Es ist die Chance, verspielten Kredit zurückzugewinnen, die Fans zu versöhnen und sich Selbstbewusstsein für die Liga zu holen.“ In der 3. Liga ist am Samstag, 14 Uhr, der Hallesche FC zu Gast.


MEINUNG

Trainerfrage? Charakterfrage!

Von SZ-Mitarbeiter Patric Cordier

Das Training von Jürgen Luginger ist nicht so abwechslungsreich wie das unter früheren Trainern wie Thomas von Heesen, aber auch nicht so eintönig wie unter Klaus Toppmöller. „Lugis“ sportliche Erfolge und Ausstrahlung liegen auch irgendwo zwischen „Thommy“ und „Toppi“. Luginger stellt sich bislang selbst bei ganz schwachen Auftritten vor seine Spieler, hält auch bei längerer Formschwäche an ihnen fest. Eine menschliche Qualität, die bei den Akteuren des 1. FC Saarbrücken eigentlich ankommen sollte. Die Spieler sind morgen im Waldstadion im Pokalspiel gegen den FC Homburg gefragt, mehr zu zeigen als den oft kommunizierten mannschaftlichen Zusammenhalt. Die Truppe muss eine schwere Frage beantworten: Nicht die nach dem Trainer, die nach ihrem eigenen Charakter.



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