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Saar-FDP-Spitze steht zu "Hinschi"

Die Wahl von Hinschberger zum Fraktionsvize stößt auf Kritik. Doch die FDP-Spitze steht hinter ihm...

Die Wahl von Hinschberger zum Fraktionsvize stößt auf Kritik. Doch die FDP-Spitze steht hinter ihm...

Saarbrücken. Saar-FDP-Chef Oliver Luksic (31) und der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Christian Schmitt (29), haben die Wahl von Horst Hinschberger (60) zum Fraktionsvize gegen Kritik aus den eigenen Reihen verteidigt. „Wir sind froh, dass er weiter dabei ist“, sagte Schmitt gegenüber der Saarbrücker Zeitung. Ähnlich äußerte sich auch Luksic.

Hinschbergers Verdienste sowohl als ehemaliger Fraktionschef als auch als Haushaltspolitiker seien unbestritten, meinte Schmitt. Seine Fachkenntnis garantiere Kontinuität in der Fraktionsarbeit. Nach Ansicht des Fraktions-Vormanns mache ein Tausch der Funktionen – Hinschberger war bisher Fraktionschef und Schmitt sein Vize – durchaus den viel zitierten Neuanfang in der Partei deutlich. Luksic versicherte, Hinschberger werde sich „inhaltlich konstruktiv“ in die Fraktionsarbeit einbringen. Es müsse endlich Schluss ein mit der Vergangenheitsbewältigung. Luksic wies den Eindruck zurück, die Wahl Hinschbergers nur drei Tage nach dem Landesparteitag sei bei dem Treffen bewusst nicht thematisiert worden. Der neue Chefliberale nannte es ein „offenes Geheimnis“, dass Hinschberger zur Wahl als Fraktions-Vize angestanden habe. Hinschberger sagte zu den Vorwürfen, seine Wahl sei „in großem Einvernehmen“ zu Stande gekommen. Die Partei müsse begreifen, dass die Fraktion ihre Angelegenheiten eigenständig regelt. Er werde sich mit besten Kräften den Aufgaben widmen, „die die Fraktion mir zuweist“. Die FDP sollte endlich damit anfangen, sich statt um Personen um politische Inhalte zu kümmern. Interne Querelen, für die ein Teil der Partei Hinschberger verantwortlich macht, hatten im November dazu geführt, dass sowohl Hinschberger als auch der damalige Parteichef Hartmann ihre Ämter zur Verfügung stellten.

Linken-Vormann Rolf Linsler bezeichnete die Wahl als „munteres Stühlerücken“. Der „Fraktionschef im Praktikum“ brauche offenbar eine „altgediente Kraft, die ihn anleitet“.

Im Landtag bekommen die Fraktionsvorsitzenden die doppelten Diäten (rund 11 000 Euro monatlich brutto). Die Stellvertreter erhalten unterschiedlich viel; jedoch mehr als „einfache“ Abgeordnete (etwa 6200 Euro).

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