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Saar-Feuerwehr: Rauchmelder gehören in jedes Haus!

Saarbrücken. Seit 2004 besteht im Saarland wie in acht weiteren Bundesländern Rauchmelderpflicht. Dies betrifft aber nicht die Altbauten. In sieben der neun Bundesländer mit Rauchmelderpflicht gibt es bereits eine zeitlich begrenzte Nachrüstpflicht in Bestandsbauten. In Rheinland-Pfalz müssen so alle Gebäude bis Juli 2012 mit Rauchmeldern versehen sein. Nur im Saarland und Thüringen fehlt noch eine solche Regelung.

Detlef Köberling, der Vorsitzende des Landesfeuerwehrverbandes, fordert darum ein Gesetz, das sich auf alle Gebäude im Saarland bezieht. „Wir wollen dieses Gesetz schon lange, da jährlich bundesweit etwa 600 Menschen bei Bränden ums Leben kommen.“ Bei einem Wohnungsbrand gehe es „um Sekunden“, so Köberling, „die Rauchmelder sind Pfennigartikel, die Leben retten.“ Bisher gilt das Gesetz im Saarland nur für Gebäude, die ab 2004 gebaut oder umgebaut wurden. Demnach muss in Schlafräumen, Kinderzimmern und Fluren (letztere, weil sie als Fluchtwege gelten) jeweils ein solches Gerät vorhanden sein.

In naher Zukunft ist allerdings keine Gesetzesänderung im Saarland geplant, so Holger Zeck, Sprecher des Umweltministeriums. „Aufgrund von Presse- und Fernsehmeldungen sowie der Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehr kann aber davon ausgegangen werden, dass eine große Anzahl der Eigentümer von Altbauten zum Thema Rauchmelder und ihre Frühwarnung im Brandfall sensibilisiert wurden“, so Zeck.

Bundesweit besitzen bisher nur neun Prozent aller Haushalte Rauchmelder, dabei zeigen Beispiele aus dem Ausland, dass sich bei 70-prozentiger Verbreitung der Geräte die Zahl der Brandopfer halbiert hat.

Allein an Weihnachten 2009 starben in Deutschland zwölf Menschen bei Bränden. Jährlich werden bundesweit rund 6000 Menschen durch Brände schwer verletzt. Im Saarland gab es 2008 laut Innenministerium 2380 Brände, wobei es meist Kleinbrände waren; 15 Menschen kamen ums Leben. 2009 starben nach Angaben der Landespolizeidirektion sechs Saarländer bei Bränden. „Im vergangenen Jahr gab es besonders häufig Brände von Elektrogeräten in Küche und Wohnzimmer“, so Werner Hoffmann, Brandamtsrat der Saarbrücker Berufsfeuerwehr.

Die meisten Opfer starben nachts. In sieben von zehn Fällen kommt es zum Tod durch Ersticken. Da auch der Geruchssinn nachts „schläft“, können sich die giftigen Gase unbemerkt verbreiten. „Mit Sicherheit wird man aber durch das Geräusch des Rauchmelders wach“, so Hoffmann.

Beim Kauf eines solchen Gerätes sollte man unbedingt auf das GS- oder VdS-Prüfzeichen achten. Kaufen kann man sie in jedem Elektrofachgeschäft, sowie in Bau- oder Fachmärkten. Schon ab fünf Euro sind die kleinen Lebensretter zu erhalten. „Man sollte bei der Anschaffung darauf achten, dass man sich ein Produkt eines namhaften Herstellers zulegt, damit Fehlfunktionen auszuschließen sind“, so Köberling, „spätestens alle zehn Jahre sollte er aus Sicherheitsgründen ausgetauscht werden.“

Gabi Kiefer, Sprecherin des Landesfeuerwehrverbandes, weist da auf den „Rauchmeldertag“ hin, der jährlich an einem Freitag, den 13. stattfindet. Dieses Mal ist im August: „Hier klären Brandschützer auf, wo Brandgefahren in der eigenen Wohnung lauern. Auch die Installation der Rauchmelder wird genau beschrieben.“

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