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Saar-Forscher in der Dritten Dimension

 Aus Saarbrücker Informatik-Instituten kommt eine neue Programmiersprache, die Web-Entwickler in aller Welt in die dritte Dimension befördert.

Aus Saarbrücker Informatik-Instituten kommt eine neue Programmiersprache, die Web-Entwickler in aller Welt in die dritte Dimension befördert.

Hannover. Die Informatiker an der Universität des Saarlandes sind in der dritten Dimension angekommen. Dreidimensionale und hoch aufgelöste Darstellungen von Kontinenten und Städten sorgen für die meiste Aufmerksamkeit am saarländischen Forschungsstand (Halle 9, Stand B43) auf der Computermesse Cebit. Das Problem war bisher, dass man dreidimensionale Bilder nicht über das Internet verschicken konnte, weil die Datenmenge zu groß war. Das Team um Jens Krüger, Forscher am Informatik-Exzellenzcluster an der Universität des Saarlandes, hat jetzt ein Verfahren entwickelt, wie man solche Daten problemlos übertragen und an einem normalen PC oder einem Smartphone-Handy verarbeiten kann. „Ein mögliches Anwendungsgebiet kann die Medizin sein“, zeigen die wissenschaftlichen Mitarbeiter Georg Tamm und Jürgen Grüninger ein Beispiel auf. Ärzte können die dreidimensionale Abbildung einer Computertomographie zu einem Fachkollegen schicken, um eine zweite Meinung einzuholen.

Basistechnologie für dreidimensionale Anwendungen

Einen eigenen Sprach-Standard für die Darstellung dreidimensionaler Bilder im Internet hat das Forscherteam um Professor Philipp Slusallek am Intel Visual Computing Institute der Universität des Saarlandes und am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) entwickelt. „Mit unserem neuen Standard XLM?3D stellen wir die Basistechnologie zur Verfügung, mit der jeder Entwickler auf der Welt seine eigene dreidimensionale Anwendung programmieren kann“, erzählt Slusallek. Es laufe ein Antrag, um XLM?3D als weltweit einzigen Sprach-Standard für die dreidimensionale Web-Anwendung zu etablieren, so der Hochschullehrer.



Vielfältige Möglichkeiten

Die Möglichkeiten sind vielfältig. Man kann sich beispielsweise sein Wunschauto in 3D zusammenstellen und mit ihm eine Stadtrundfahrt machen. Entwickler können sich mit der Echt-Darstellung von Maschinenteilen weltweit austauschen. Die Saarbrücker Forscher wollen mit dem Kirkeler Software-Unternehmen Caigos, einem Spezialisten für Geoinformationssysteme, Kartenwerke dreidimensional aufbereiten. Planungsbüros werden dadurch in die Lage versetzt, ihre Bauvorhaben realitätsnah zu präsentieren.

Bei Semvox, einer Firmenausgründung aus dem DFKI, dreht sich am Forschungsstand alles um Gloria. So heißt die virtuelle Dame (Avatar), die auf dem PC-Bildschirm an sie gestellte Fragen freundlich und geduldig beantwortet. Avatar-Gloria wurde von der Kölner Firma Charamel entwickelt. Ihre Sprachfertigkeit hat Semvox beigesteuert. Semvox-Geschäftsführer Norbert Pfleger kann sich vorstellen, dass beispielsweise Baumärkte an der virtuellen Kundenbetreuerin Interesse haben. Fragen „Wo finde ich die Schrauben?“ könne sie problemlos beantworten und würde so die Mitarbeiter entlasten.

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