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Saar-Gemeinden füllen Streusalz-Lager wieder auf

Saarbrücken. „Wenn die Wettervorhersage stimmt, und die nächsten acht bis 14 Tage kein neuerlicher Wintereinbruch kommt, können wir unsere Streusalz-Lager sukzessive wieder auffüllen“, erklärt Hans Werner Strauß, Leiter des Betriebshofes der Stadt Saarlouis. Bereits jetzt habe sich die Lage entspannt, nachdem die Situation in der Zeit um den Jahreswechsel nicht nur in Saarlouis, sondern überall im Land wegen rapide schrumpfender Salz-Bestände kritisch geworden war.

80 Tonnen eingelagert

„Vorige Woche sind zwei Sattelzüge mit Salz eingetroffen, so dass wir jetzt wieder 80 Tonnen eingelagert haben“, gibt Strauß eine Salzstandsmeldung für Saarlouis ab. Weitere fünf Lieferungen mit jeweils 30 Tonnen seien für die nächsten Wochen zugesagt. „Es kann zwar zu zeitlichen Verzögerungen kommen, aber normalerweise ist unser Lieferant zuverlässig“, erklärt Strauß, dessen Mannschaft bisher zwischen 350 und 400 Tonnen Salz gestreut hat.

„Übrig sind jetzt noch 60 oder 70 Tonnen“

Doch nicht überall rollt der Nachschub so wie in Saarlouis, das die Tonne Salz für 74 Euro bezieht: Einige Städte und Kommunen haben Nachschubprobleme. Homburg etwa, das im bisherigen Winter rund 1100 Tonnen Salz ausgebracht hat: „Unser Lager war voll, ehe es losging“, berichtet Thomas Quirin, Leiter des städtischen Baubetriebshofs. Ende November rückte seine Mannschaft erstmals zum Streuen aus. 656 Tonnen Salz hatte die Stadt zuvor selbst eingelagert, weitere 600 lagerten beim Lieferanten. „Übrig sind jetzt noch 60 oder 70 Tonnen“, berichtet Quirin und ist besorgt: „Mitte Dezember haben wir noch einmal knapp 300 Tonnen nachbestellt.

“ Aber bislang sei noch nichts angekommen. „Die Händler beliefern zuerst die Großabnehmer, mit denen sie langfristige Verträge haben, und bei denen bei Vertragsbruch eine empfindliche Konventionalstrafe droht“, erläutert er. „Wir als Kleinbezieher sind momentan uninteressant“, sagt der Leiter des Homburger Baubetriebshofs. Dennoch hofft er auf finanzierbaren Nachschub: „Normalerweise kostet eine Tonne Salz zwischen 60 und 80 Euro. Bei freien Händlern bezahlt man derzeit 300. Ein Wahnsinn.“

Salz-Vorräte zum Festpreis

Zu einem Festpreis bezieht der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) seine Salz-Vorräte: „Wir haben einen Zweijahresvertrag“, erklärt LfS-Sprecher Klaus Kosok. „Und obwohl wir die vereinbarte Liefermenge bereits verbraucht haben, bekommen wir unser Salz weiter zum ausgemachten Preis.“ 300 Tonnen täglich. Wo genau der Tonnen-Preis liegt, will Kosok nicht sagen, „da demnächst neue Lieferverträge ausgeschrieben werden“. Aber man bewege sich im unteren Bereich des oben genannten Spektrums (zwischen 60 und 80 Euro pro Tonne). 25 000 Tonnen wurden bislang vom LfS gestreut, etwa 7500 Tonnen liegen noch im Lager. Rechnet man die tägliche Nachlieferung hinzu, ist der LfS bis zum Ende des Winters gewappnet.

Noch zirka 170 Tonnen Salz hat die Stadt Saarbrücken eingelagert. Judith Pirrot, Bereichsleiterin für Öffentlichkeitsarbeit und Recht, erklärt: „Das reicht noch für sieben Volleinsätze oder 15 kleinere Einsätze, dann ist Schluss.“ Wenn nicht doch noch Nachschub kommt. 1800 Tonnen seien bei einer deutschen Firma, die ihr Salz hauptsächlich aus Frankreich bezieht, nachgeordert worden. „Aber ich weiß nicht, wann es kommt“, sagt Pirrot. Auch zur Höhe des ausgehandelten Tonnenpreises möchte sie nichts sagen. Insgesamt 3200 Tonnen Salz hatte Saarbrücken auf Halde, davon wurden 3030 verbraucht.

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