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Saar-Gesundheitsminister kritisiert Impfmüdigkeit

Saarbrücken. Gesundheitsminister Georg Weisweiler (FDP) appelliert an die Saarländer, sich vermehrt gegen die Schweinegrippe impfen zu lassen. Er wolle einer gewissen "Impfmüdigkeit" entgegenwirken, sagte Weisweiler gestern in Saarbrücken. Gerade in der Fastnachtszeit, wo vor allem junge Menschen in größerer Zahl zusammenkämen, seien "ideale Voraussetzungen für die Ausbreitung des Virus" gegeben. Zudem warnten Experten vor einer zweiten Grippewelle, deren Ausmaße die der ersten noch übertreffen könnten.

Weisweiler kündigte an, sich selbst gegen die Schweinegrippe impfen zu lassen. Dass er dies nicht früher tat, begründete er damit, dass er als über 60-Jähriger zur "Risikogruppe 7" gehöre, jener mit dem geringsten Risiko. Priorität habe zunächst die Impfung jener Menschen gehabt, die am stärksten gefährdet sind. Nun sei aber klar, dass es genug Impfdosen gebe. Er wolle mit seiner Impfung zudem das Signal setzen, dass nicht nur Menschen aus den Hochrisikogruppen gut daran täten, sich impfen zu lassen.

Impfquote im Saarland bei nur sieben Prozent

Nach Angaben von Renate Klein, die im Ministerium für den Infektionsschutz zuständig ist, haben sich bisher noch nicht einmal die Hochrisikogruppen wie das Personal in Kliniken und Arztpraxen in ausreichender Zahl impfen lassen. Die Impfquote im Saarland liege bei sieben Prozent. Als man den Impfstoff bestellte, sei man von einer Quote von 30 Prozent ausgegangen.

Lieferung von Schweinegrippe-Impfstoff wird teilweise storniert

Weisweiler begrüßte, dass bei den gestrigen Gesprächen zwischen dem Bund, den Ländern und dem Impfstoffhersteller GlaxoSmithKline (GSK) ein - wie es aus der Länderdelegation hieß - "guter Kompromiss" gefunden worden sei. Demnach müssen die Länder nicht so viel Impfstoff abnehmen wie vertraglich vereinbart. Man habe von GSK "Signale der Kulanz" erhalten, hieß es aus den Reihen der Länder. Die Saar-Regierung will sich bei der Länderdelegation, an der sie selbst nicht beteiligt war, heute über das genaue Verhandlungsergebnis kundig machen, um bis Mitte nächster Woche gemeinsam mit den anderen Bundesländern abschließend darüber zu befinden.

Zweitimpfung nicht notwendig

Dass man nicht so viel Impfstoff benötigt wie zuerst angenommen, liege daran, dass keine Zweitimpfung erforderlich sei, sagte Weisweiler. Das habe man damals aber nicht wissen können. Sicher könne man sich fragen, ob man nicht eine Klausel in die Verträge mit GSK hätte einbauen sollen, wonach bei einem Wegfall der Geschäftsgrundlage weniger Dosen abgenommen werden. "Hinterher" sei man aber "immer klüger". Damals sei es eben vorrangig darum gegangen, genug Impfstoff zu haben.

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