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Saar-Grüne: Gute Stimmung vor Parteitag in Heusweiler

Saarbrücken. Einen "relativ unproblematischen Parteitag" haben die saarländischen Grünen am Sonntag in der Kulturhalle in Heusweiler vor sich. So schätzt jedenfalls der politische Geschäftsführer der Öko-Partei, Markus Tressel, die Lage ein. Nach dem Wirbel um die Parteispenden im Frühjahr, der vor allem wegen der Geheimniskrämerei im Landesvorstand beim eigenen Anhang zu Verunsicherungen geführt hatte, habe sich der Landesverband konsolidiert, meint Tressel im Gespräch mit der SZ.

Bei Begegnungen mit der Basis wie vor zwei Tagen in Blieskastel habe er nicht den Eindruck, dass die Parteispenden noch ein Thema seien, so der Geschäftsführer. Es wachse die Zustimmung zum politischen Kurs: "Die gefühlte Stimmung ist gut." Das hänge auch mit der Arbeit der von den Grünen geführten Ministerien für Umwelt und Bildung zusammen, ebenso mit den Ressortchefs Simone Peter und Klaus Kessler, deren Arbeit positiv wahrgenommen werde. Zudem könne die Partei inzwischen auf 60 bis 70 Leute zurückgreifen, die sich in die Landesarbeitsgemeinschaften einbringen wollten. Tressel: "Das ist auch ein Indikator für die positive Stimmung in der Partei." Darüber hinaus gebe es auch Lob für die Auswahl der Koalitionspartner: "Die Leute sagen: Ihr habt die richtige Wahl getroffen."

Umweltministerin Simone Peter wird wohl in den Vorstand aufrücken

Vor diesem Hintergrund rechnet Tressel nicht mit Überraschungen bei der Neuwahl des Landesvorstands. Auf allen wichtigen Positionen des Landesverbands sei mit einer Bestätigung der Amtsinhaber wie Hubert Ulrich oder Claudia Willger-Lambert zu rechnen. Neu in den Vorstand werde wohl Simone Peter aufrücken.

Bei den Kritikern der Jamaika-Koalition und der vom FDP-Politiker Hartmut Ostermann angenommenen Spenden scheint Resignation eingekehrt zu sein. So sagte der frühere Saarbrücker Kreischef Thomas Brück, der unlängst abgewählt wurde, er wolle sich zurückhalten. Nach seinem Amtsverlust hatte er am 5. Mai eine persönliche Erklärung abgegeben, in der es hieß: "Ich sehe in meiner deutlichen Kritik am Zustandekommen der so genannten Jamaika-Koalition und insbesondere der fraglichen Spendenpraxis der Verantwortlichen auf der Ebene des Grünen-Landesvorstands den eigentlichen Grund meiner Abwahl." Jedoch wolle er sich als Chef der Grünen-Stadtratsfraktion weiterhin für die Partei engagieren.

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