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Saar-Handwerk: HWK-Chef hofft aufs neue Jahr

Das saarländische Handwerk wird nach Überzeugung von Handwerkskammer- Präsident Hans-Alois Kirf im kommenden Jahr wieder Fahrt aufnehmen. Die Ausgangsbedingungen für einen Aufschwung seien gut, sagte Kirf bei der Jahres-Pressekonferenz der Kammer. Im Euroraum sei wieder mehr Verlässlichkeit erkennbar, auch in der Autoindustrie, die auf vielen Krisenmärkten wieder verkaufen könne.

Das nutze auch den Zulieferbetrieben im Handwerk. Kirf erwartet eine höhere Dynamik in der Weltwirtschaft und eine gute Binnenkonjunktur, die gestützt werde von einer anhaltenden Konsumneigung. Das ablaufende Jahr habe dem Saar-Handwerk jedoch schwer zu schaffen gemacht, denn in Folge des langen Winters und des Rückgangs beim Wirtschaftswachstum um 2,7 Prozent im ersten Halbjahr habe auch das Saar-Handwerk mit seinen rund 65 000 Beschäftigten einen schwachen Start hingelegt. Einer der Gründe sei die große Export-Abhängigkeit zahlreicher Betriebe in der Region.

„Am stärksten litten die Automobil- Branche, die Metallerzeugung und der Maschinenbau“, bilanziert der Hauptgeschäftsführer der Kammer, Georg Brenner. Zwar habe die Konjunktur im weiteren Jahresverlauf wieder an Fahrt aufgenommen, „dennoch sind die Rückgänge aus dem ersten Halbjahr nicht mehr aufzuholen“. Brenner rechnet deshalb für 2013 insgesamt „mit einem Umsatzminus von mehr als 3,5 Prozent und einem Rückgang der Beschäftigung zwischen einem und 1,5 Prozent“ im Saar-Handwerk. 2014 werde der Umsatz voraussichtlich um bis zu einen Prozent zunehmen und die Beschäftigung stabil bleiben. „Anhaltende Bauinvestitionen, eine steigende Auslandsnachfrage und ein weiterhin zunehmender privater Verbrauch sollten das Jahr 2014 für die Saar-Wirtschaft wieder zu einem Wachstumsjahr werden lassen“, hofft der Kammer-Hauptgeschäftsführer.

Positiv für das Saar- Handwerk habe sich 2013 der Betriebe-Bestand entwickelt. Demnach sind 11 944 Betriebe in die Handwerksrolle eingetragen, ein Plus von 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Überwiegend unerfreuliche Auswirkungen, die auch die Saar-Wirtschaft mit ihren Unternehmen treffen können, sieht Kammerpräsident Kirf im ausgehandelten Koalitionsvertrag auf Bundesebene. Dieser sei ein „ungedeckter Wechsel auf die Zukunft“, den insbesondere nachfolgende Generationen ausbaden müssten. Kirf sieht einen Webfehler im Vertrag: „Die Wohlfahrtsversprechen der großen Koalition und die damit verbundenen Zusatzbelastungen für den Bundeshaushalt können nur mit einer weiter prosperierenden Wirtschaft finanziert werden“, die kein Automatismus sei.

Eine der größten Gefahren sei ein rückläufiger Konsum, hervorgerufen durch „steigende Sozialversicherungsbeiträge, eine fehlende Reform beim Steuerrecht sowie ein mangelnder Reformwille in der Energiepolitik mit damit verbundenen Mehrbelastungen“, so Kirf. Wichtige Strukturreformen wie etwa „eine grundlegende Einkommenssteuer- Strukturreform mit dem Ziel von mehr Steuergerechtigkeit, Klarheit und Transparenz“ würden erst gar nicht angegangen. Eine weitere Erhöhung der Sozialversicherungsbeiträge lehne das Handwerk ab. Doch anstatt Beitragssätze zu senken, sei die Lunte für weitere Kostenexplosionen in diesem Bereich schon gelegt.

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