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Saar-Handwerk: Positive Stimmung in fast allen Branchen

Saarbrücken. Das saarländische Handwerk lässt sich von Anzeichen einer langsameren Dynamik in der regionalen Wirtschaft nur wenig beeindrucken. Der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer (HWK), Georg Brenner, berichtete gestern als Ergebnis der Herbstumfrage unter 1500 Betrieben von einem eindeutigen Trend. Demnach zeigt sich der überwiegende Teil der Betriebe hoch zufrieden mit dem Verlauf der Geschäfte. 73 Prozent der befragten Betriebe vermelden einen konstanten oder gestiegenen Auftragsbestand. Die positive Stimmung im Hinblick auf den Geschäftsverlauf sei in fast allen Branchen feststellbar.

Zudem hätten viele Betriebe zusätzliches Personal eingestellt. Demnach beschäftigen die 12?000 saarländischen Handwerksbetriebe 67 000 Mitarbeiter und 6000 Auszubildende. Nur zwei Branchen scheren aus der postiven Entwicklung aus. So hätten sich Umsätze und Auftragsbestände im Kfz-Handwerk deutlich reduziert. Auch in den Gesundheitsberufen mache sich eine deutliche Unsicherheit bemerkbar, da man weitere Reformen im Gesundheitswesen befürchte. Gewinner bei der Umsatzentwicklung ist das Baugewerbe. Hier sei insbesondere im Ausbaugewerbe und im Bauhauptgewerbe die Nachfrage stark angestiegen. Günstig entwickelt habe sich auch die Umsatzentwicklung bei Friseuren, Fotografen und Kosmetikern. Für 2013 sprach Brenner von einer insgesamt positive Erwartungshaltung der Handwerksbetriebe. Trotz einer in den kommenden Monaten voraussichtlich weiter nachgebenden wirtschaftlichen Dynamik sei das Handwerk „für diese Herausforderung gut aufgestellt“. Es werde „seine wichtige Aufgabe als stabilisierender Wirtschaftsfaktor im Saarland auch in Zukunft wahrnehmen“. Zudem werde jetzt schon viel unternommen, um die Branche für Fachkräfte möglichst attraktiv zu gestalten. Viele kleine und mittlere Betriebe böten möglichst flexible Arbeitszeit-Modelle an. Das Gleiche gelte für innerbetriebliche Regelungen, wenn zu Hause ein Familienangehöriger gepflegt werden muss. Zudem böten immer mehr Betriebe auch gesundheitsfördernde Angebote, um die Arbeitskraft länger zu erhalten. Zudem stünden in den kommenden fünf Jahren 2000 Saar-Handwerksbetriebe zur Übernahme an. Auch dies biete die Chance, mehr Verantwortung zu übernehmen und gut zu verdienen.

Ernüchternd liefen dagegen bisherige Versuche, Jugendliche aus Lothringen für eine Ausbildung im Saar-Handwerk zu gewinnen. Dies sei angesichts einer dortigen Jugendarbeitslosigkeit von 25 Prozent attraktiv, scheitere aber an Sprachschwierigkeiten und zu unterschiedlichen Bildungssystemen.

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