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Saar-Handwerk macht sich auf schwieriges Jahr 2010 gefasst

Saarbrücken. Das Saar-Handwerk ist für das kommende Jahr nur verhalten optimistisch. Für viele handwerkliche Bereiche werde sich nach der Krise noch keine Erholung einstellen. So erwartet die Handwerkskammer des Saarlandes (HWK), dass sich die Situation der handwerklichen Zulieferer nur sehr zögerlich verbessert. Im Bau dagegen sei angesichts der Konjunkturpakete von einer Stabilisierung bei den Aufträgen der öffentlichen Hand auszugehen. Der private Wohnungsbau dagegen werde weiter Sorgenkind bleiben. Die Entwicklung der konsumorientierten Betriebe sei von der Entwicklung der Kaufkraft abhängig. „Allerdings ist zu erwarten, dass der Konsum im kommenden Jahr eher zurückgeht“, sagt HWK-Hauptgeschäftsführer Georg Brenner.

Für das laufende Jahr geht Brenner davon aus, dass das saarländische Handwerk voraussichtlich mit einem vierprozentigen Minus beim Umsatz einigermaßen glimpflich durch die Krise kommt. Der Gesamtumsatz wird laut Brenner voraussichtlich bei 5,3 Milliarden Euro liegen. Die Zahl der Beschäftigten wird um drei Prozent auf rund 70 000 zurückgehen.

Sorgen macht der Kammer die Entwicklung bei den Auszubildenden. Die Zahl der Lehrverträge ist im vergangenen Jahr um zwei Prozent auf 2738 gesunken. „Das liegt nicht daran, dass es zu wenig Lehrstellen gab“, sagt HWK-Präsident Alois Kirf. „Es gab zu wenig qualifizierte Bewerber.“ Entsprechend mahnte Kirf noch einmal an, die Bildung im Saarland zu verbessern. „Was das Thema Bildungspolitik angeht, sind die Pläne der neuen Regierung deshalb sehr zu begrüßen.“

Um eine Zukunft im Handwerk für Jugendliche attraktiver zu machen, starten die Handwerkskammern ab kommendem Jahr deutschlandweit eine Imagekampagne. Für diese auf fünf Jahre angelegte Werbekampagne werden die Kammern insgesamt 50 Millionen Euro investieren.

Nur am Rande zur Sprache kam bei der Jahresschlusskonferenz das Thema Mehrwertsteuer-Senkung. Während die Politik gerade eine Verringerung der Mehrwertsteuer für Hotelübernachtungen auf den Weg bringt, ist eine reduzierte Mehrwertsteuer auf Handwerksleistungen weiter nicht in Sicht. „Diese würde Schwarzarbeit sofort in legale Arbeit überführen“, sagt Kirf. Zwar seien die Kammern weiter dabei, dieses Thema im Berlin zu vertreten. Die HWK sei da aber wenig optimistisch.

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