A8 Neunkirchen Richtung Saarlouis AS Neunkirchen-Oberstadt gefährliche Situation in der Ausfahrt, Unfall, Gefahr durch Gegenstände auf der Fahrbahn (16:30)

A8

Priorität: Sehr dringend

3°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
3°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Saar-Handwerker wieder optimistisch: „Wir haben das Tal verlassen“

Saarbrücken. Das saarländische Handwerk blickt wieder optimistischer in die Zukunft. Das sagte Georg Brenner, Hauptgeschäftsführer der saarländischen Handwerkskammer (HWK) gestern bei der Vorstellung der Frühjahrsprognose. „Wir haben das Tal verlassen“, sagte Brenner, schränkte aber gleich ein: „Angesichts der weiter vorhandenen negativen Einschätzungen kann man von einem Aufschwung noch nicht sprechen.“ Für dieses Jahr erwartet Brenner einen leichten Umsatzrückgang, der aber längst nicht mehr so stark ausfallen werde wie noch 2009 mit rund vier Prozent Minus. Für die Frühjahrsumfrage hat die HWK 1500 der insgesamt 11700 saarländischen Handwerksbetriebe befragt.

Demnach hat sich die Stimmung für die kommenden Monate aufgehellt: 32 Prozent der Betriebe hoffen auf steigende Umsätze, nur noch 21 Prozent rechnen mit einem Rückgang. Im Frühjahr 2009 sah die Lage mit nur 25 Prozent Optimisten und 31 Prozent Pessimisten genau umgekehrt aus.

Dabei sind die Auswirkungen der Krise aktuell noch immer zu spüren. Umsätze und Aufträge gingen bei vielen Betrieben auch im ersten Quartal 2010 noch weiter zurück. 46 Prozent der Betriebe verzeichnen sinkende Umsätze, 15 Prozent verbuchten ein Umsatzplus. Auch sanken noch immer bei 42 Prozent der Betriebe die Auftragsbestände. Eine leichte Besserung ist aber auch hier zu erkennen – im Frühjahr 2009 waren es noch 50 Prozent.

Unterschiede gibt es bei der Entwicklung der verschiedenen Branchen. Während die Zuliefererbetriebe noch immer stark von den Nachwirkungen der Krise betroffen sind, hat sich besonders das Baugewerbe erholt. Hier haben laut Brenner die Konjunkturpakete ihre Wirkung besonders gezeigt. Optimistisch gebe sich trotz sinkender Auftrags- und Umsatzzahlen auch das Kfz-Handwerk. Hier herrsche Unsicherheit, wie stark sich der Abwrackprämie bemerkbar machen werden.

Dass die Betriebe wieder an eine Erholung glauben, zeigt auch die Entwicklung des HWK-Geschäftsklimaindex, der die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage sowie die Zukunftserwartungen der Unternehmen beinhaltet. Er erreicht mit 75 Punkten wieder einen Rekordstand, wie zuletzt im Konjunkturhoch vor der Krise.

Auch für die Beschäftigten zahlt sich die positive Grundstimmung aus. Insgesamt 92 Prozent der Betriebe wollen ihre Beschäftigungszahlen stabil halten oder sogar aufstocken. Im vergangenen Frühjahr gaben nur 85 Prozent ein solches Bekenntnis ab. Nur noch acht Prozent nach 16 Prozent im Vorjahr ziehen auch weiterhin Entlassungen in Erwägung.

Brenner ist verhalten optimistisch, dass sich die Wirtschaft in den kommenden Monaten allmählich erholen wird. Doch gebe es noch viele Unsicherheitsfaktoren: Neben der aktuellen Krise in Griechenland, deren Auswirkungen noch unabsehbar sind, sei auch fraglich, in welchen Bereichen sich die dringend notwendige Haushaltskonsolidierung in Deutschland bemerkbar machen wird.
Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein