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Saar-Kicker fühlen sich beim 1. FC Nürnberg wohl

Nürnberg. In Nürnberg weiß es jeder Fußball-Fan. In Saarbrücken wollen es die FCS-Anhänger aber gar nicht wissen. „Von euch kommt im Sommer inzwischen schon der dritte Spieler zu uns“, sagt Horst Schaub, ein Fan des 1. FC Nürnberg. Er meint den 20-jährigen Manuel Zeitz (Foto: SZ). Der FCS-Mann, der wurde gerade vom Magazin „Kicker“ zum besten defensiven Mittelfeldspieler der Hinrunde der dritten Liga gewählt wurde. Den Wechsel von Saarbrücken in die 1. Bundesliga zum 1. FC Nürnberg bestätigt auch FCN-Sportdirektor Martin Bader: „Es ist kein Geheimnis mehr, dass Manuel Zeitz nach der Saison zu uns kommt.“ Davon geht auch FCS-Sportdirektor Dieter Ferner aus. Damit verstärkt Zeitz das saarländische Duo Mike Frantz und Philipp Wollscheid beim Nürnberger Sportclub. „Zeitz passt zu unserer Philosophie, immer wieder junge Spieler zu integrieren“, sagt Bader.

Wollscheid gehört zu den Jüngsten in der Mannschaft

Wollscheid kickte mit Zeitz in Saarbrücken und „freut sich“ darüber, bald wieder mit ihm Fußball zu spielen. Doch jetzt gilt seine Konzentration dem Rückrundenstart in der Bundesliga. Am kommenden Samstag gastiert der Tabellenletzte Borussia Mönchengladbach in Nürnberg. Wollscheid steht für den FCN wohl der Startelf. „Er hat Dominic Maroh verdrängt und wird am Samstag spielen“, sagt Sportdirektor Bader.

Zur ersten Einheit in Nürnberg nach dem Trainingslager in Belek in der Türkei trägt Wollscheid den Wasserkasten zum Spielfeldrand. Er gehört zu den Jüngsten in der Mannschaft von Trainer Dieter Hecking – und ist trotz seines steilen Aufstiegs im vergangenen Jahr am Boden geblieben.
Der Wechsel nach Nürnberg brachte die Wende

Der 21-Jährige war 2009 beim FCS aussortiert, dachte über sein Karriereende nach. Doch der Wechsel nach Nürnberg brachte die Wende. „Ich habe mich hier weiterentwickelt. Körperlich bin ich fit und stärker in den Zweikämpfen. Im taktischen Bereich habe ich meine Defizite aufgeholt“, beschreibt der gebürtige Waderner seine Fortschritte.

Der Heimat ist er weiterhin sehr verbunden. Einmal im Monat besucht Wollscheid die Heimspiele des SV Morscholz. Dort, wo sein zu Hause ist. Und ist nun ein bisschen stolz, weil ein Bild von ihm an der Wand im Clubheim hängt. Regelmäßig schaut Wollscheid auch auf die Ergebnisse des FCS und „drückt seinen ehemaligen Kollegen die Daumen“.

 Muskelfaserriss im Oberschenkel

Die muss er auch für den Nürnberger Publikumsliebling Mike Frantz drücken, den Wollscheid als „Spaßvogel“ bezeichnet, „mit dem es immer etwas zu lachen gibt“. Denn der Angreifer erschien am Dienstag nicht auf dem Trainingsgelände. Obwohl er wieder ins Training einsteigen sollte. In der Erlanger Uniklinik wurde der 24-Jährige untersucht. Diagnose: Muskelfaserriss im Oberschenkel. Zum Rückrundenstart am Samstag wird er fehlen. Bader sagt über den Ex-Saarbrücker: „Sein Talent geht weit, aber der Körper muss mithalten.“

Frantz ist Stammspieler in Nürnberg, doch seine Gesundheit macht ihm immer wieder einen Strich durch die Rechnung. Aber der Offensivspieler, von dessen möglichem Wechsel nach England in die Premier League Bader nichts wissen will („Er wird immer wieder zurückgeworfen und ist deshalb gut bei uns aufgehoben“) hat im Verein einen Stein im Brett. Von allen Seiten wird ihm bescheinigt, dass er sein Herz am rechten Fleck trägt. Vor allem die Fans sind begeistert: „Frantz ist ein Arbeitstier, weil er sich bei jedem Spiel absolut verausgabt. Er ist sehr freundlich“, sagt FCN-Anhänger Gerhard Dabi.

Und so gibt es in den kommenden Monaten fußballerisch noch viel zu tun, für die zwei ehemaligen und den einen Noch-Saarbrücker. Zeitz wird sich im Sommer nach seinem Wechsel behaupten müssen, Wollscheid steht gegen Gladbach erst das zweite Mal in der Startelf. Und wenn Frantz seine Verletzung schnell überwindet, flitzt er bald wieder für Nürnberg über den Rasen, so wie ihn das Publikum liebt.

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