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Saar-Kliniken starten Kampf gegen Killer-Brut

Homburg. Als „Killerbrut“ oder „Horror in Kliniken“ werden jene Erreger bezeichnet, die vorwiegend in Krankenhäusern, Reha-Einrichtungen und Pflegeheimen auftreten und gegen die kaum anzukommen ist, weil sie gegen nahezu alle Sorten von Antibiotika resistent sind. Sie heißen MRSA, das ist die Abkürzung von Methicillin-resistenter Staphyllococcus aureus. Der Staphyllococcus aureus ist jedem bekannt, der jemals unter einem dicken Schnupfen, Mittelohr- oder Nebenhöhlenentzündung gelitten hat. „Er ist seit 25 Jahren mein Haustierchen“, wie Professor Mathias Hartmann, der Direktor für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene am Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg, scherzhaft anmerkte. Und der Staphyllococcus aureus ist auch nicht „besonders böse“, aber in der resistenten Version, sofern er in der Umgebung geschwächter und kranker Menschen herumgeistert, absolut lebensgefährlich. Deshalb haben die saarländischen Kliniken sich jetzt zu einem gemeinsamen Projekt zusammengeschlossen, das mit 30.000 Euro aus Bundes- und 170.000 Euro aus Landesmitteln gefördert wird: Seit gestern nimmt man von allen stationären Aufnahme-Patienten an allen saarländischen Kliniken einen Abstrich aus dem Rachen- und Nasenbereich, um den eventuellen Befall mit MRSA festzustellen. Es gehe dabei erst einmal um eine Bestandsaufnahme, betonte Gesundheitsminister Georg Weisweiler (FDP). Man wisse nicht, wie es überhaupt um die Verbreitung dieses Keims innerhalb der Bevölkerung bestellt sei. Die Finanzierung dieses Projektes geht über drei Jahre, alle Proben werden zentral in Homburg untersucht. Ob jemand befallen ist, stellt man innerhalb von 24 Stunden fest, danach wird der Patient isoliert und gezielt gegen den Erreger behandelt.
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