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Saar-LB: Nur wenige Frauen machen Bank-Karriere

Angelika Kopp nimmt an einem Talent-Förderprogramm der Saar-LB teil. Fünf der acht Plätze in der Fortbildung besetzen Frauen.

Angelika Kopp nimmt an einem Talent-Förderprogramm der Saar-LB teil. Fünf der acht Plätze in der Fortbildung besetzen Frauen.

Frauen in Führungspositionen sind eine Seltenheit. Auch bei öffentlichen Banken in Deutschland gibt es sie kaum, sagen deren Gleichstellungsbeauftragte, Isabelle Müller- Poth von der Saar-LB und Astrid Maurer von der Berliner Sparkasse, Leiterin der Frauenbeauftragten öffentlicher Banken. 

Unter den 540 Mitarbeitern der Saar-LB gibt es 257 Frauen. Rund 48 Prozent, also fast die Hälfte, der Beschäftigten sind weiblich. Dabei gilt: Je weiter man in der Hierarchie nach unten geht, desto größer ist der Frauenanteil. Die drei Vorstandsposten sind mit Männern besetzt. Erst unter den neun Bereichsleitern finde sich eine Frau, sagt Müller-Poth. Auf der Ebene der Abteilungsleiter gebe es einen Anteil von etwa 30 Prozent Frauen, das Verhältnis unter den Sachbearbeitern sei ausgeglichen.

Die „betriebliche Wirklichkeit“ gehe jedoch nicht mit der Tatsache einher, dass in Deutschland alle die gleichen Bildungschancen haben, sagt Maurer: „Frauen, die studieren, schließen mit besseren Abschlüssen ab als Männer“, Spitzenpositionen seien aber meist mit Männern besetzt. Das liege auch daran, dass Fachwissen nur einen geringen Teil der Kompetenzen ausmache, die man brauche, um Karriere zu machen, erklärt sie. Ein gutes Netzwerk und Eigenmarketing seien entscheidend, um aufzusteigen. Oft würden Frauen sehr abgeschottet arbeiten, sodass niemand im oberen Management ihre guten Leistungen bemerke. Einen Erfolg zugunsten der Frauen zeigte bei der Saar-LB das Förderprogramm „Talentmanagement“, das Nachwuchskräfte für die Fach- und Führungslaufbahn qualifizieren soll. Frauen besetzen derzeit fünf von acht Plätzen im Programm. Über zwei Jahre sollen berufsbegleitende Seminarangebote – sowohl individuelle, als auch allgemeine Veranstaltungen – die Mitarbeiter fördern. Eine von ihnen, Angelika Kopp, nimmt an einem individuellen Seminar namens „Ihre Stimme, Ihre Wirkung“ teil.

Kopp: „Dabei geht es darum, zum Beispiel am Telefon souverän rüberzukommen. In einem Gespräch mit der Personalabteilung und einer Führungskraft wurde besprochen, in welchen Punkten für mich Entwicklungsbedarf besteht.“

Jedoch haben nicht alle Frauen solche Ambitionen weiterzukommen. Frauenbeauftragte Astrid Maurer versteht das: „Frauen müssen Präsenz zeigen, auch mal an Abendveranstaltungen teilnehmen.“ Gerade für Mütter seien Führungspositionen daher oft unattraktiv. pam

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