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Saar-Ministerium: Keine Problem für Sushi-Fans

Saarbrücken. „Kein Grund zur Sorge“, sagt die Bundesregierung beim Thema Import-Lebensmittel aus Japan. So sehen es auch die saarländischen Einzelhändler und Verbraucher. So hat Barbara Schroeter, Ernährungsreferentin der Verbraucherzentrale Saar, bislang nur wenige Nachfragen von Verbrauchern registriert. Auch der Einzelhandel fühlt sich auf der sicheren Seite, die Einfuhrbestimmungen seien streng genug geregelt.

Der Importanteil von Lebensmitteln aus Japan liegt bei verschwindend geringen 0,1 Prozent. Weine, Soja-Würzsoßen, Tee und Reisprodukte sind die am häufigsten eingeführten Produkte. In der Einfuhrliste steht der Fisch weit abgeschlagen an letzter Stelle. „Beim Frischfisch ist die Herkunftskennzeichnung Plicht, das Fangebiet um Fukushima gehört zum Nordwest-Pazifik und ist mit der Nummer 61 gekennzeichnet“, erklärt Schroeter. Wie aus dem Bericht der Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner hervorgeht, liegen 100 Untersuchungsergebnisse vor, dabei wurden in vier Fällen bei Tee und Bambussprossen „radioaktive Substanzen in sehr geringen Mengen, die weit unter den Grenzwerten liegen“, gefunden. Schärfere Einfuhrregeln seien überflüssig.

Nach der aktuellen EU-Verordnung (Sondervorschriften für die Einfuhr von Lebens- und Futtermitteln aus Japan) sind Exporteure verpflichtet, die Lebensmittel auf radioaktive Stoffe zu untersuchen und sie zwei Tage vor Einfuhr anzumelden. Das teilt eine Sprecherin des saarländischen Verbraucherministeriums mit. Die Situation werde durch das Landesamt für Gesundheit und Verbraucherschutz und die Radioaktivitätsmessstelle der Universität des Saarlandes beobachtet. Derzeit bestünde im Saarland keine Notwendigkeit, über die Kontrollen auf Bundesebene hinaus weitere Stichproben zu entnehmen. „Auf diese Einfuhrkontrollen können wir uns verlassen“, heißt es. In Deutschland gibt es 14 zugelassene Einfuhrstellen, darunter Häfen und Flughäfen.

Auch Burkhard Schmidt vom saarländischen Lebensmittelfachverband lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Asiatische Produkte, sofern sie überhaupt aus Japan kommen, würden bereits von Vorlieferanten geprüft. Trotzdem hat etwa die Warenhauskette Globus nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima vorsichtshalber alle asiatische Artikel nachgeprüft. Die Warenhauskette hat derzeit lediglich eine Sorte Wein aus Japan im Programm. Der sei aber in Deutschland abgefüllt worden – und zwar vor der Katastrophe. hth
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