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Saar-Parteien: Per Video auf Stimmenfang

Saarbrücken. Bereits zu deutschlandweiter Berühmtheit hat es ein Internet-Wahlspot von Saar-SPD-Chef Heiko Maas gebracht. Das Video, das die Sozialdemokraten über ihren Kanal „wirmachensTV“ auf der Videoplattform Youtube verbreiten, wurde in der ZDFSatire- Sendung „heute show“ durch den Kakao gezogen. Doch die SPD nimmt es mit Humor.

„Andere würden dafür bezahlen, um in der ‚heute show’ vorzukommen“, sagt SPDPressesprecher Thorsten Bischoff. Der Clip entwickelte sich zum Renner auf der Videoplattform und bei Facebook. In dem sozialen Netzwerk sind die Sozialdemokraten mit ihrer Parteiseite „SPD Saar“ sowie den Seiten der Kreis- und Ortsverbände vertreten, außerdem pflegen die Spitzen der Partei eigene Profile.

„Wir merken, dass hier ein intensiver Dialog mit den Wählern möglich ist“, sagt Bischoff. Die CDU bestreitet einen Großteil ihrer Internet-Kampagne auf Facebook. Neben der Parteiseite „CDU Saar“ rühren auch die Kreis- und Ortsverbände der Christdemokraten sowie der Jungen Union die Werbetrommel.

Seit Anfang Januar hat die Saar-CDU auch ihren eigenen Kanal „cdusaartv“ auf Youtube. Neben Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (@_A_K_K) versenden weitere CDU-Spitzen gern Mitteilungen über den Kurznachrichtendienst Twitter. „Die Zielgruppe sind sicherlich die jungen Wähler, die man hier direkt erreichen kann. Aber es sprechen uns auch zunehmend ältere Menschen darauf an“, sagt CDU-Sprecher Timo Flätgen.

Wer auf Facebook nach den Grünen sucht, hat es nicht leicht. Denn erst die Eingabe von „Gruene Saar“ ohne Umlaut führt zum Erfolg. „Wir haben das in Anlehnung an unsere Internetseite und den Twitter-Account so angelegt“, erklärt Thomas Tressel, Geschäftsführer der Saar-Grünen. Zwar gefällt derzeit nur 109 Facebook-Nutzern die Parteiseite. Doch über deren Kontakte haben die Grünen eine Reichweite von 25 000 Personen, sagt Tressel. Seine Partei hat den Wahlkampf im Internet erst aufgenommen. So soll es während der letzten drei Tage vor der Wahl am 25. März eine Aktion namens „Drei Tage wach“ geben. 72 Stunden lang werden sich Grünen-Politiker vor laufender Kamera mit Bürgerfragen befassen, das Ganze wird live im Netz übertragen. Voll auf ihr Zugpferd Oskar Lafontaine setzt die Partei Die Linke, die den früheren Ministerpräsidenten statt eines Parteilogos als Profilbild ihrer Facebook- Seite „DIE LINKE im Saarland“ zeigt. Auf der Videoplattform Youtube hat die Linke mit „LinksfraktionSaar“ einen eigenen Kanal, ebenso wird fleißig getwittert (@DIE LINKE. Saar). „Wir bieten überall die Möglichkeit, direkt Fragen zu stellen“, sagt Vorstandsmitglied Birgit Huonker. Große Wahlkampf-Veranstaltungen sollen per Live-Stream übertragen werden.

Im vorigen Wahlkampf war der damalige Spitzenkandidat der FDP Saar, Christoph Hartmann noch ein Einzelkämpfer, in den sozialen Netzwerken. Neben der Parteiseite „FDP Saar“ präsentiert sich jetzt auch Spitzenkandidat Oliver Luksic bei Facebook und auf dem Youtube- Kanal „FDPSAAR“; außerdem schreibt er bei Twitter (@olliluksic). „Im Internet lässt sich in kurzer Zeit viel auf die Beine stellen“, sagt FDP-Sprecherin Petra Meiser. Unterstützung erhalten die Liberalen von der von einem Anhänger gestalteten Facebook- Seite „FDP Liberté“, die mit Wahlplakaten zum Schmunzeln für die FDP wirbt.

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