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Saar Pedal: Kritik an Bahnhöfe in der Region

Saarbrücken. Ausgefallene Züge, beschwerliches Aussteigen und fehlende Auffahrrampen für Bahnkunden. Diese Missstände beobachtete auf saarländischen und rheinland-pfälzischen Bahnhöfen am vergangenen Sonntag SZ-Leser Klaus Kirch aus Saarbrücken-Dudweiler. Er sei an diesem Tag morgens mit dem Zug vom Saarbrücker Hauptbahnhof nach Konz gefahren, wie er mitteilte. Anlass für die Fahrt war der autofreie Erlebnistag „Saar Pedal“ zwischen Merzig und Konz am vergangenen Sonntag. Obgleich seine Fahrt mit der Deutschen Bahn (DB) ohne weitere Vorkommnisse verlaufen sei, kritisierte er auf zwei Bahnhöfen etliche Mängel.

Zunächst habe Kirch das Empfangsgebäude des Saarbrücker Hauptbahnhofs erfolglos nach Hinweisen zu den Sonderzug-Fahrplänen abgesucht. In Konz angekommen, habe ihm dort das Aussteigen erhebliche Mühe bereitet: „Der Bahnsteig „tiefer gelegt“, mit Schotter bedeckt und nur etwa 1,5 Meter breit“, so Kirch. Weiter berichtete der SZ-Leser, dass am Ausgang des Bahnhofs Bahnreisende mit Fahrrädern, Kinderwägen und Rollstuhlfahrer zunächst eine Tür mit einer Breite von 80 Zentimetern passieren und danach sechs Stufen überwinden müssen.

Eine ähnliche Situation trug sich auf der Rückfahrt vom Bahnhof Dillingen zu: „Zuerst wieder 20 Stufen hinunter und danach 20 Stufen zum Bahnsteig hoch.“ Entsprechende Auffahrrampen fehlten. Ein Regionalexpress, der um 16.02 Uhr abfahren sollte, sei ausgefallen. Weder sei der Zugausfall durchgesagt noch auf der Anzeigetafel eingeblendet worden. Als Kirch auf den nächsten regulären Regionalzug nach Saarbrücken wartete, sah er, wie ein „Saar Pedal“-Sonderzug in den Bahnhof einfuhr. „Was da stand, gehörte auf den Schrott. Reklame für die Züge der DB im Saarland war das jedenfalls nicht“, sagt Klaus Kirch.

Wie eine Bahnsprecherin auf SZ-Anfrage mitteilte, habe die DB die Leistung, Züge mit entsprechend mehr Fahrradplätzen einzusetzen, vollends erfüllt. „Wie bereits in den Vorjahren war die Fahrradkapazität vorrangig. Daher wurden die älteren Wagen bei den Fahrradzügen eingesetzt“, hieß es von der Bahnpressestelle. An den Bahnhöfen sei auf die Sonderzüge hingewiesen worden. Etwa im Hauptbahnhof Saarbrücken hingen im Eingangsbereich Fahrpläne aus. Zudem habe man die Fahrgäste über die Sonderzüge per Anzeige informiert.

Provisorische Auffahrrampen, etwa an den Zugängen zu den Bahnhöfen, stellten keine Lösung dar. „Die Treppenaufgänge würden durch Rampen zu schmal und die Steigung zu groß“, hieß es. Zurzeit werde der Dillinger Bahnhof „behindertengerecht mit Fahrstühlen umgebaut“. Generell erfolgten im Bahnhof Dillingen keine Durchsagen. Falls sich Züge dorthin verspäten sollten, werde dies über Anzeigetafeln bekannt gegeben, sagte eine Bahnsprecherin.
bera


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