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Saar-Politiker und das Fest der Liebe

Saarbrücken. Nach der griechischen Bedeutung beschäftigen sich Politiker mit „Dingen, die die Stadt betreffen“. Wenn aber die Stadt samt Bevölkerung in die Weihnachtsferien geht, können auch sie sich den angenehmen Dingen der Feiertage zuwenden. Doch was kommt bei den Politikern auf das Feiertagsteller? Was hängt an ihrem Christbaum? Einige haben aus ihrem weihnachtlichen Nähkästchen geplaudert.
Die Familie von Martina Engel-Otto, stellvertretende Landesvorsitzende der FDP, feiert an Heiligabend mit Raclette auf dem Tisch und Figuren von Käthe Wohlfahrt am Baum. Am ersten Weihnachtsfeiertag lässt Engel-Otto ihre französischen Wurzeln aufleben: Zuerst serviert sie Foie Gras auf Maronen, dann Jakobsmuscheln in Parmaschinken mit Champagnersauce und schließlich Lammkarree. Alles selbst gemacht – bis auf den Bûche de Noël von einem französischen Konditor. „Dieses Menü ist bei uns Tradition, wir essen das seit etwa 15 Jahren“, erzählt Engel-Otto.

Kulinarische Traditionen gibt es auch beim stellvertretenden Vorsitzenden der Linken: Heinz Bierbaum kocht für seine Familie an Heiligabend ein größeres Menu: „Als Konstante gibt es immer selbst gemachte gefüllte Nudeln in Sternenform, Stelle di Natale“. Am zweiten Weihnachtsfeiertag isst man im Hause Bierbaum ein Heimatgericht des Politikers: Schwarzwälder Schäufele mit Sauerkraut. Noch treuer als Engel-Otto und Bierbaum hängt die Familie von Umweltministerin Simone Peter an ihrem Festessen. An Heiligabend kommt Fondue auf den Tisch, und das seit 50 Jahren. Das Fleisch stammt Peters Sprecherin Sabine Schorr zufolge „natürlich von saarländischen Bio-Bauern“. Aber das Schweizer Nationalgericht wird nicht nur mit Fleisch serviert, sondern auch mit Fisch und Tofu. Ob vegetarisch oder nicht, kredenzt wird das Essen mit hausgemachten Sahne-Meerrettich- und Remouladensoßen der Umweltministerin.

Ein sehr großer Hühnervogel, ein Truthahn, ist der Festschmaus des SPD-Landesvorsitzenden Heiko Maas und seiner Familie. Bevor der fasanartige Vogel verspeist wird, besucht die Familie am Heiligen Abend den Kindergottesdienst in Saarlouis.
Bei Ministerpräsident Peter Müller (CDU) gibt es am Ersten Weihnachtsfeiertag traditionellen Gänsebraten, gekocht von Müllers Ehefrau. Dabei legt der Ministerpräsident auch selbst mit Hand an: „Ich assistiere bei den niedrigen Küchenarbeiten wie Schneiden und Schälen“. Während in der Küche geschnippelt und gekocht wird, prangt in der Stube schon ein echter Weihnachtsbaum. Geradezu märchenhaft geschmückt: Schneewittchen und die Sieben Zwerge hängen daran. Aber die Müllers haben das traditionelle Kabinett der Märchenfiguren um ein Reptil aus exotischen Gefilden erweitert: „Auch ein Weihnachtskrokodil mit Nikolausmütze hängt am Baum“, teilt der Ministerpräsident mit.

Gesundheitsminister Georg Weisweiler (FDP) gestand der SZ, dass er gerne süße Sachen isst: „An Weihnachten insbesondere Plätzchen und Marzipan in allen Variationen“. Weniger klebrig sind das Roastbeef, dass an Heiligabend, und die Ente sowie „ganz viel Rotkraut“, die es an den Weihnachtsfeiertagen gibt. Das Mahl kommt unter „Hilfsdiensten“ des Ministers zustande. Ansonsten wird viel gesungen, teilt der Minister mit. Auch bei Georg Weisweiler gehe es an Heiligabend in der Regel – wie für seinen Kollegen Heiko Maas – zur Kindermesse.

Aber zu Weihnachten wird nicht nur gekocht, gegessen, geschmückt und gebetet. Es wird auch geschenkt: Peter Müller macht es mehr Freude zu schenken als beschenkt zu werden. Engel-Otto packt Geschenke „super gerne“ selbst ein und versieht jedes Geschenk noch mit spezieller Dekoration. Heinz Bierbaum, der seine Geschenke stets in letzter Minute besorgt, gibt zu: „Ich packe lieber aus, als dass ich einpacke“. Sein schönstes Weihnachtsgeschenk war ein rotes Blechauto, das er als Kind bekam.

Während mancher noch zerrissenes Geschenkpapier aufsammelt oder sich über neu gewachsene Pfunde wundert, denken andere schon an die Zeit danach. Heiko Maas etwa: Der Triathlet steigt seinem Pressesprecher zufolge ab dem 27. Dezember auf dem Rad ins „Weihnachtspeck-weg“-Training ein.

Peters Makronen
Um ihrem vierjährigen Sohn die Bescherung am Heiligen Abend zu versüßen, backt Simone Peter (Grüne) Schoko-Makronen. Hier das Rezept der Umweltministerin zum Nachbacken: 500 Gramm Kandiszucker in einem Topf schmelzen, dann jeweils 500 Gramm Blockschokolade und 500 Gramm gehackte Mandeln einrühren. Die Masse in kleinen Teilen auf Oblaten geben und erkalten lassen. Fertig zum Knabbern. sop

 
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