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Saar-Politikerin Simone Peter erlebte Anschläge mit

Simone Peter

Simone Peter

Die Grünen-Bundesvorsitzende Simone Peter hat gestern bei einem Besuch in Brüssel die Terroranschläge miterlebt. „Es ist ein Schock, mitten in dieser beunruhigenden Situation zu sein“, erklärte Peter der Saarbrücker Zeitung. „Nun müssen wir in Europa noch stärker zusammenstehen und uns dieses Terrors erwehren.“ Die Saarländerin hatte gestern zum Zeitpunkt der Attentate einen Termin in der Heinrich-Böll-Stiftung – nur etwa 500 Meter entfernt von der Metrostation Maelbeek, also einem der beiden Anschlagsziele . „Das Leben stand still in diesem Moment. Draußen heulten die Sirenen, Hubschrauber kreisten. Die Mitarbeiter der Stiftung riefen hektisch ihre Familien an, die überall in der Stadt sein konnten.“ Auch eine Kollegin der Grünen-Chefin, die von Brüssel nach Berlin zurückfliegen wollte, sei nur wenige Minuten vor den Explosionen durch die Flughafen-Kontrolle gegangen, dann aber von der Polizei in Sicherheit gebracht worden. Die Mitarbeiter der Landesvertretung des Saarlandes, die nahe der attackierten Bahn-Linie liegt, sind nach Angaben der Staatskanzlei ebenfalls unversehrt.

Peter warnte die Politik vor „Panik und Aktionismus. Das bringt nichts.“ Genau wie eine Verschärfung der Sicherheitsbestimmungen. Sie plädiert stattdessen für eine stärkere Zusammenarbeit der Sicherheitskräfte. „Hundertprozentigen Schutz vor Terror gibt es aber nie.“ Da die Telefonleitungen in Brüssel zeitweise zusammengebrochen waren, hielt Peter ihre Mitarbeiter und Anhänger über Twitter auf dem Laufenden. „Wir lassen uns unserer Freiheit nicht berauben“, schrieb sie. Sie postete auch ein Bild, auf dem Militärfahrzeuge vor dem EU-Parlament Stellung bezogen.

Dort hätte am Morgen eigentlich noch eine weitere Saarländerin sein sollen: Doris Pack . Die langjährige EU-Abgeordnete sollte vor einer bulgarischen Reisegruppe sprechen. Im Moment der Anschläge war sie mit dem Auto bereits nahe Brüssel. Die CDU-Politikerin zeigte sich „geschockt“, auch wenn „alle in Brüssel schon länger damit gerechnet haben, dass irgendwann ein Terroranschlag passieren wird“. Spätestens nach den Paris-Anschlägen im November und den Verbindungen der Attentäter nach Molenbeek sei klar gewesen, dass es hier „Nester mit radikalen Islamisten gibt“, so Pack.
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