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Saar-Polizei: Bald viele Wachen nachts dicht?

Das sind Kernpunkte des Vorschlags der internen Projektgruppe „Polizei 2020“, die nach einjähriger Arbeit am Freitag Innenminister Stephan Toscani ihren Vorschlag für eine Neuorganisation der Saar-Polizei vorstellen wird. Der Abschlussbericht liegt unserer Zeitung bereits im Entwurf vor. Danach sehen die Experten aus den Reihen der Polizei die Möglichkeit, in den nächsten zehn Jahren rund 300 der derzeit etwa 2800 Stellen bei der Saar-Polizei einzusparen. Voraussetzung dafür sei, dass in diesem Zeitraum pro Jahr 100 bis 110 Nachwuchskräfte für die dreijährige Kommissars- Ausbildung eingestellt werden. Bis 2020 werden im Jahresdurchschnitt 140 Beamte pensioniert.

Nach dem Vorschlag der Arbeitsgruppe sollen die Jung-Kommissare nach ihrem Studium schwerpunktmäßig auf nur elf der 20 Polizeiinspektionen verteilt werden und dort die in den Ruhestand versetzten Beamten ersetzen. Neun Inspektionen (Alt-Saarbrücken, Brebach, Köllertal, Bous, Dillingen, Wadern, Nohfelden- Türkismühle, Illingen und Blieskastel) sollen nach dem Plan keinen Ersatz für pensionierte Beamte erhalten. Sie müssten mit dem verbleibenden Personal ihre Aufgaben erledigen. Für den Wachdienst hätte dies zur Konsequenz, dass dort ein 24-Stunden-Dienst an sieben Tagen mittelfristig nicht mehr zu leisten ist.

Die Planer schlagen zudem deutlich flachere Hierarchie- Strukturen vor. Die 20 Inspektionen sollen direkt den Fachdirektionen des neuen Landespolizeipräsidiums angegliedert werden. Die Ebene der Bezirkschefs in den Kreisen entfällt. Landeskriminalamt und die derzeitige Landespolizeidirektion kommen unter das Dach des Polizeipräsidiums mit einem Chef.

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