Saarland: Auf der L 346 kommt es zwischen Honzrath und Düppenweiler zu Verkehrsbehinderungen auf Grund eines Verkehrsunfalls. (15:19)

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Saar-Polizei: Kaum Nachteinsätze auf dem Land

Symbolfoto.

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. „Wir sind auf Kurs!“ Dieses Fazit ziehen Landespolizeipräsident Norbert Rupp und sein Stellvertreter Hugo Müller drei Jahre nach Umsetzung der Polizeireform. Die zum März 2012 eingeleitete Neuorganisation des Sicherheitsapparates wurde oft kritisiert. Erklärtes Sparziel ist, dass bis zum Jahr 2020 rund 300 Stellen wegfallen. „Wir haben ein System, das so schlank ist, wie kein anderes“, verteidigt das Duo an der Polizeispitze die Strukturen. „Schlanker als nur eine Behörde geht nicht“, wird argumentiert, nachdem 2012 Landeskriminalamt und Landespolizeidirektion zum Präsidium fusionierten. In den so genannten Stabsstellen sei das Personal „dramatisch“ reduziert worden. Gerne wird auf elf Sicherheitsbehörden im benachbarten Rheinland-Pfalz verwiesen.

In Sachen Personalabbau bestätigen Rupp und Müller, dass bereits 130 Stellen dem Rotstift geopfert wurden. Etwa 2600 Beamte und knapp 300 Anwärter zählt die Saar-Polizei aktuell. Innenminister Klaus Bouillon ( CDU ) hatte die Marschroute vorgegeben: Mehr Polizisten sollen auf den Straßen unterwegs sein, statt in den Amtsstuben zu sitzen. An Ideen und Vorschlägen dafür arbeitet eine Arbeitsgruppe, die die Reform auf den Prüfstand stellt.

Bestätigt sehen sich Rupp und Müller weitgehend in ihrer Personalplanung für die 20 Inspektionen. Neun Dienststellen sind als so genannte B-Inspektionen ausgewiesen, in denen durch Ruhestandsversetzungen frei werdende Stellen nicht mehr besetzt werden. In der Konsequenz führt dies dazu, dass einzelne Inspektionen nachts für sechs Stunden die Türen schließen. Ohne dieses Konzept sei im operativen Bereich ein weiterer Personalabbau kaum möglich. Die Alternative wären acht statt insgesamt 20 Dienststellen gewesen. Dies sei aber von der Politik 2010 abgelehnt worden.

Die Inspektionen in Blieskastel , Nohfelden-Türkismühle und Wadern sperren je nach Einsatzlage von Sonntag bis Donnerstag zwischen 0 und 6 Uhr die Türen ab. Zwischenzeitlich liegen konkrete Erfahrungswerte vor: An 225 Tagen war in Blieskastel von Ende Oktober 2013 bis Ende Januar 2015 geschlossen. In diesem Zeitraum waren Interventionskommandos anderer Dienststellen in dem Revier unterwegs und erledigten 203 Ersuchen. Im Durchschnitt also pro Nacht weniger als ein Vorfall. Die Inspektion Nohfelden war an 121 Tagen abgesperrt, 149 Einsätze wurden registriert. Es gab ruhige Nächte ohne Vorfall, aber auch Zeiten mit sieben Vorkommnissen in einer Nacht. Die Inspektion Wadern war nur in sieben Nächten nicht besetzt, sieben Ersuchen wurden derweil registriert. Möglicherweise Ende 2015 wird mit der Inspektion Bous die nächste Dienststelle zeitweise schließen.
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