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Saar-Polizei probt für den Amok-Ernstfall

40 Polizeibeamte, 8o Sanitätskräfte und 140 Verletztendarsteller simulieren am Samstag (2.7.2016) am Gymnasium Johanneum in Homburg einen Amoklauf unter realistischen Bedingungen.

40 Polizeibeamte, 8o Sanitätskräfte und 140 Verletztendarsteller simulieren am Samstag (2.7.2016) am Gymnasium Johanneum in Homburg einen Amoklauf unter realistischen Bedingungen.

Zwei Beamte der Polizeidienststelle Homburg dringen am Samstag unter Schüssen in die Pausenhalle des Gymnasiums Johanneum ein. Drinnen knallt es, Nebel in der Halle, Kinder schreien, ein Amokläufer schießt um sich. Die beiden Beamten sind nicht vom SEK, sie sind nur die ersten am Tatort. „Ich bin sicher, dass jeder saarländische Beamte so vorgeht. Alle trainieren das, und wenn Menschen in Gefahr sind, dann gibt es kein Zurückweichen“, sagt der Leitende Kriminaldirektor Gerald Stock angesichts der Amok-Übung im Johanneum.

 

Nach den beiden ersten Beamten, so will es das Szenario, stürmen das Mobile Einsatzkommando (MEK), dann das Spezialeinsatzkommando (SEK) die Schule. Wieder fallen Schüsse, Verletzte werden rausgebracht, sie bluten und schreien. Aber es geht allen gut, denn es sind nur Darsteller, meist Rettungsdienstmitarbeiter, die die Opfer spielen.

 

„Schüler haben wir nicht in die Übung eingebaut, wir wollen niemanden traumatisieren“, sagt Stock, der 140 Darsteller für die Übung eingeplant hat. 40 Polizeibeamte sind für die Übung dabei, dazu kommen 80 Sanitätskräfte von DRK, ASB und Feuerwehr zum Einsatz. „Wir machen solche Übungen selten, weil der Aufwand sehr groß ist. Aber wir wollen vorbereitet sein“, sagt Stock. Als Beobachter sind auch die Lehrer bei ihm, die in „Verhalten bei Amoklagen“ ausgebildet werden sollen. Einen Amoklauf in einer Schule gab es im Saarland noch nicht. Die Fälle, die es anderenorts bereits gab, werden aber genau analysiert. „Deswegen wollten wir in jeder Schule funktionierende Durchsageeinrichtungen“, so Stock. Im Johanneum funktioniert sie, darüber wird zu Ruhe aufgefordert. Die Polizeikräfte gehen unterdessen von Klasse zu Klasse, mehrere Täter werden überwältigt, dann die Betroffenen versorgt.
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