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Saar-Polizei schnappt mutmaßliche Tankbetrüger

Saarlouis. Tankbetrügereien machen der Polizei besonders in der deutsch-französischen Grenzregion zu schaffen. Die Täter trotz Videobeweis zu erwischen, sei schwierig, denn oft werde mit gefälschten Kennzeichen gearbeitet, wie Rainer Gitzinger, Leiter des Saarlouiser Kriminaldienstes, erklärte. Jetzt sind den Beamten aber sieben Franzosen ins Netz gegangen, die sich des mehrfachen Diebstahls und des Tankbetrugs strafbar gemacht haben sollen. Die Täter, junge Männer zwischen 17 und 24 Jahre alt, kommen aus dem französischen Freyming-Merlebach und Petit Rosselle. Zwei Tätern konnte der Diebstahl eines 71000 Euro teuren Audis A6 im November auf dem Ikea-Parkplatz in Saarlouis-Lisdorf nachgewiesen werden. Den Wagen bestückten sie mit falschen Kennzeichen und benutzten ihn für eine Serie von Straftaten an Tankstellen im Bereich Saarlouis, Überherrn, Völklingen und Saarbrücken.

Fred Görg ist Pächter der Überherrner Aral-Tankstelle. Alleine dort kam es im November und Dezember zu etwa 20 Fällen von Tankbetrug. „Das waren Beträge von etwa 100 Euro“, schilderte er. Hinzu kommen Ladendiebstähle, Görg beziffert sie auf einen Wert von jährlich etwa 15 000 Euro. Der Tankstellenpächter hatte sein Personal verstärkt, arbeitet mittlerweile mit 36 Überwachungskameras.

Die beiden Täter mit dem gestohlenen Audi ließen dort eine Flasche Whisky mitgehen. Auf das Konto der beiden gehen alleine in dieser Nacht zehn Fälle von Diebstählen an verschiedenen Tankstellen, wie Gitzinger erklärte. Einen Tag später wurde der Audi Nähe der Grube Velsen ausgebrannt aufgefunden.

Knapp vier Wochen später lieferten sich drei Franzosen in einem gestohlenen Citroën C4 mit einer Polizeistreife in Saarlouis eine Verfolgungsjagd, die in Völklingen endete. Wie sich herausstellte, hatten die Männer zuvor mit dem Wagen an einer Autobahntankstelle bei Saarlouis Benzin und an einer Völklinger Tankstelle unter Gewaltanwendung Zigaretten gestohlen. „Im Rahmen der Ermittlungen zeigte sich, dass einer der drei Personen auch am Diebstahl des Audis beteiligt war“, sagte Gitzinger.

In Zusammenarbeit mit Kriminalbeamten aus Alt-Saarbrücken und Beamten aus dem französischen Merlebach konnten bisher insgesamt sieben Täter ermittelt werden, die entlang der Grenze wenigstens 30 Straftaten begangen haben sollen. Die Ermittlungen laufen noch, die Beamten gehen davon aus, dass „eine Vielzahl von weiteren Betrügereien und Diebstählen“ auf das Konto der Bande geht. Gitzinger sprach von bisher 30 Fällen. „Ich bin mir jedoch sehr sicher, dass das nur die Spitze des Eisberges ist“, sagte er. Die Polizei schätzt den Schaden auf vorläufig 90 000 Euro, inklusive des 71 000 Euro teuren Audis. hth

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