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Saar-Polizei twittert 300 Nachrichten in zwölf Stunden

Symbolfoto.

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Die Polizei bittet zu folgen. Nicht dem Streifenwagen. Nicht auf das Revier. Im Internet, auf Twitter. Seit Montag ist die Polizei im Saarland unter dem Namen @PolizeiSaarland auf dem Kurznachrichtendienst im Einsatz. Damit viele Nutzer das mitbekommen, haben die Beamten am Samstag zwölf Stunden lang gezwitschert. Zwölf Polizisten und der Einstellungsberater. Live aus der Führungs- und Lagezentrale in Saarbrücken informierten sie über alle Einsätze, die über den Notruf eingingen. Der Startschuss fiel am Samstagmittag um 12 Uhr. Die drei Beamten der ersten Schicht legten los an den Bildschirmen: das erste Foto auf Twitter. Zwölf Stunden später, um Mitternacht, folgen der Polizei im Saarland bereits 3400 Menschen über Twitter. Inzwischen sind es 3900. Vor einer Woche waren es erst knapp über 1000. Während des Marathons setzten die Polizisten 300 Kurznachrichten ab, sie beantworteten auch viele Anfragen. „Die Reaktionen waren sehr positiv“, hieß es gestern aus der Pressestelle der Polizei. Weitere Angaben zu der Aktion machte die Polizei gestern nicht.

Die Notrufleitung lief am Samstag heiß. Fast im Minutentakt stellten die Beamten neue Nachrichten auf der Plattform ein: Möglicher Mordfall in Fischbach. Männer bewerfen sich mit Pfannen. Verkehrsunfälle. Bettler in Völklingen, Wadgassen und Überherrn. Wie die Polizisten die Situationen auflösten, enthielten sie den Internet-Nutzern nicht vor. Nach dem Einsatz bei der Pfannen-Schlägerei twitterte die Polizei: „Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Die Gemüter haben sich abgekühlt.“ Eine knackige Antwort. Ab und an ein Schmunzeln beim Lesen. Die Beamten zeigten zwischen harten Fakten auch Humor.

Der Twitter-Marathon – er soll der Polizei auch mehr Nachwuchs bringen, junge Erwachsene auf den Polizeiberuf aufmerksam machen. Deshalb beantwortete am Samstag auch Einstellungsberater Roland Altmeyer am Telefon Fragen zu der Ausbildung.

Zum Twitter-Einsatz der Polizei äußerte sich am Samstag sogar Jan Böhmermann: „Mir ist egal, was heute in der Welt passiert. Ich gucke @PolizeiSaarland auf Twitter bei der Arbeit zu“, twitterte der Satiriker und Polizistensohn Jan Böhmermann, der das Saarland bekanntlich gerne veräppelt.

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