Saarland: L 135 zwischen Theley und Selbach Gefahr durch ungesicherte Unfallstelle, Fahrzeugteile auf der Fahrbahn (06:57)

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Saar-Steinkohle-Kraftwerke wieder gefragt

Das sieht Saar-Umweltministerin Simone Peter (Grüne) genauso. Ein „Zurück in den Kohlebergbau“ werde es nicht geben. Die Frage sei, wie man „für eine gewisse Zeit“ vorhandene Kraftwerke technisch ertüchtigt. Eine weitere Lösung seien Gaskraftwerke. So könne auch der Standort Ensdorf an Bedeutung gewinnen. „Ich glaube jetzt an ein Umdenken in der Energiepolitik“, so Peter.

Hanno Dornseifer, Vorsitzender des Verbandes der Energie- und Wasserwirtschaft an der Saar, der 65 Unternehmen vertritt, gibt zu bedenken: Wer Atomkraft nicht will, müsse ein anderes Opfer bringen. Dies sei ein höherer CO&-2;- Ausstoß. Denn Dornseifer sieht die Kohle als Brückentechnologie an, auch an der Saar, bis die Erneuerbaren Energien einen hohen Anteil erreicht haben. Neubau und Weiterbetrieb von Steinkohlekraftwerken seien die Antwort auf Deckungslücken durch den Wegfall von Atomkraft. „Wenn die Strompreise steigen und Atomkraftwerke vom Netz gehen, dann steigen nicht nur generell die Chancen für Kohlekraftwerke wieder, sondern auch für den Standort Ensdorf.“ Es sei zu unsicher, auf Gaskraftwerke zu setzen, da man die Preisentwicklung nicht abschätzen könne. Solche Kraftwerke bräuchten jedoch eine langfristige Perspektive. Sie würden erst mit günstigen Gaspreisen als Stromversorger attraktiv.

Kraftwerke modernisieren

VSE-Vorstand Leo Petry sagt, für einen Übergangszeitraum bis zum Durchbruch Erneuerbarer Energien müsse man den vorhandenen Kraftwerkspark modernisieren. In Ensdorf seien 30 Millionen Euro für eine Umwälzpumpe investiert, die den Wirkungsgrad erhöht. Auch bestehe die Option auf eine vorgelagerte Gasturbine. „Unsere Kraftwerke an der Saar kann man technologisch weit verbessern. Es kommt jetzt darauf an, Ensdorf und die anderen Saar-Kraftwerke am Netz zu halten.“, sagt Petry. Die Betreiber der Evonik-Steinkohlekraftwerke an der Saar sehen ihre Standorte vorbereitet. „Der Einsatz unserer Kraftwerke richtet sich in erster Linie nach den Anforderungen unserer Kunden.

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