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Saar-Steuer-fahnder schieben Dienst im Puff

Darum gehört es zum Fahnder-Alltag, auch in Bordellen vorbeizuschauen. Saar-Steuerfahnder-Chef Christian Biegel, Sachgebietsleiter Robert Klein und Kollegen stehen dann vor dem Freudenhaus mit gezückter, kupferfarbener Marke Steuerfahndungsdienst Saarland. Rund 50 Etablissements werden landesweit regelmäßig kontrolliert. Und die Erfahrung zeigt: Die Dienstleister im Rotlicht-Milieu sind in der Regel kooperativ. Schon allein aus Angst vor einer Razzia. 25 Euro kassieren die Beamten pro Tag und selbstständige Hure von den Bordellbetreibern.

Davon lebt die Staatskasse im Saarland ganz gut: Biegel und Klein schätzen die Einnahmen dadurch auf rund eine halbe Million Euro pro Jahr. Doch nicht nur hier langen die Fahnder kräftig zu: Kürzlich schauten sie bei einem Handwerker im Kreis Saarlouis in seinem Privathaus vorbei. Mit einem richterlichen Durchsuchungsbeschluss standen sie vor dem völlig verdutzten Mann. Die Fahnder wussten, wo sie zu suchen hatten: im Keller hinter einem Werkzeugschrank. Dort holten sie aus einem Schließfach Schwarzgeld: ein hoher sechsstelliger Betrag, der am nächsten Tag nach Luxemburg sollte. Die Ex hatte ihn verpetzt. Klein: „Das ist kein Einzelfall. Rosenkriege sind für uns ganz ergiebig.“ Enttäuschte Liebe, Familienkrach und gefeuerte Mitarbeiter sind oft die Tippgeber der eifrigen Fahnder. szn/hgn
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