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Saar-Studenten leben von 670 Euro monatlich

 Saarbrücken. Viele Studenten wohnen preiswert im Wohnheim oder einer Wohngemeinschaft, essen in der Mensa und fahren im Saarland kostenlos Bus und Bahn. Dennoch beklagen sich viele Studenten, dass sie zu wenig Geld in der Tasche haben. Die SZ wollte von 100 saarländischen Studenten wissen, wie viel Geld sie im Monat zur Verfügung haben. Das Ergebnis: Im Schnitt leben die Saar-Studenten von rund 670 Euro. Damit haben sie etwa 100 Euro weniger als der Bundesdurchschnitt.

Die Umfrage zeigte auch: Die Ansprüche sind sehr unterschiedlich. Während einige Studenten erklären, sie bräuchten mehr als 1000 Euro im Monat, kommen andere mit weitaus weniger Geld aus. Gerade die Studenten, die noch bei den Eltern wohnen, kommen im Schnitt rund 280 Euro monatlich aus. Es geht sogar noch billiger: „Ich brauche nur 50 Euro im Monat. Kleider und andere wichtige Dinge bezahlen mir meine Eltern“, sagt Manuel Barth (20) aus Heusweiler. Der Student der Wirtschaftpädagogik gibt sein Geld nur aus, um auszugehen und ist damit der günstigste Student der Umfrage.

Mit 200 Euro im Monat kommt Matthias Lauer (22) aus Homburg auch mit wenig Geld aus. „Da ich noch zu Hause wohne, brauche ich nur Geld für mein Auto, zum Weggehen und Sparen.“ Die BWL-Studentin Lydia Abt (22, Fotos: nkl) wohnt auch zu Hause: Dennoch braucht sie „fast 700 Euro monatlich. Die Hälfte zum Essen gehen, abends ausgehen und für Bücher.“ Einen Teil spart die Saarbrückerin für den Urlaub: „Ich fahre zweimal im Jahr weg. Auf den Skiurlaub könnte ich nicht verzichten.“

Die 24-jährige Shenoa Martini aus Heusweiler studiert Wirtschaftspädagogik und hat im Monat 500 Euro zur Verfügung und davon bleibe auch ohne Miete „nix übrig. Das Geld geht für Kleider, Benzin und vor allem Bücher drauf. Also nichts Besonderes.“

Fabian Karl (20), Student der Germanistik und Philosophie, aus Saarbrücken muss auch mit 500 Euro auskommen, wobei die Miete bereits die Hälfte auffrisst. Weitere 100 Euro gibt er im Monat für Lebensmittel aus. „Ich hätte gerne ein bisschen mehr Geld für kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte zur Verfügung.“

Ähnlich sieht dies auch Jura-Student Patrick Kiefer (27) aus Saarbrücken aus. Er ist der Meinung, dass zukünftige Akademiker mehr gefördert werden sollten: „Ich bekomme Bafög und lebe von 650 Euro im Monat. Fast die Hälfte davon sind für die Miete fällig. Ich habe weniger als ein Hartz-IV-Empfänger.“ Auch die Sprachenstudentin Kristina Dincher (24) aus Mandelbachtal hat 650 Euro zur Verfügung. „Ich gehe zweimal die Woche aus, der größte Teil ist für Miete und Essen.“

Rund 800 Euro brauchen die beiden Saarbrücker Betriebswirtschaftsstudenten Sina Albert (24) und Lisa Maier (23, BWL). Beide wohnen in einer WG. „ Allein meine Miete kostet 290 Euro im Monat. Einen größeren Betrag brauche ich außerdem für Bücher“, erzählt Sina Albert. Zudem fahre sie gerne in Urlaub: „Schon zwei- bis dreimal im Jahr. Am liebsten Städtereisen.“ Allerdings könne sie darauf auch verzichten.

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