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Saar-Triathleten wollen mit jungem Team in Bundesliga vorne mitmischen

„Bundesliga Tagessiege Team: In Planung :- ).“ So steht es auf der Triathlon- Bundesliga-Seite des Bromelain- POS Teams Saar, das sich vergangenen Mittwoch in den Räumlichkeiten der Ursapharm GmbH präsentierte – zusammen mit Jan Frodeno. Der Olympia-Sieger von 2008 wird, obwohl er sich im Moment auf sein Langstrecken- Debüt beim Ironman in Frankfurt (6. Juli) vorbereitet, auch beim zweiten der vier Bundesliga- Rennen in Kraichgau (14. Juni) an den Start gehen.

„Ich bin froh, dass sie mich noch mitnehmen, wo ich doch den Altersschnitt gefühlt verdopple“, sagt Frodeno gut gelaunt. Er ist mit seinen 32 Jahren mit Abstand der Älteste und Erfahrenste im Team der „jungen Wilden“, die ihr gutes Ergebnis ihres ersten Jahres in der Bundesliga (4. Platz) in ihrer zweiten Saison toppen möchten. „Das Potenzial für einen Podiumsplatz ist da“, sagt Bernd Zimmer, Präsident der Saarländischen Triathlon Union (STU) überzeugt, „aber ganz vorne sehe ich uns erst in zwei oder vielleicht drei Jahren“. Zumal, abgesehen von Frodeno, alle im Team zwischen Jahrgang 1997 und 1991 sind. Junge Athleten mit Perspektive, auch wenn der ein oder andere die A-, B-, oder C-Kadernorm der Deutschen Triathlon Union nicht erfüllt. „Da zähle ich mich ohnehin zu den größten Kritikern“, sagt Zimmer, „diesen Sportlern nicht trotzdem die Möglichkeit zu bieten, neben ihrem Studium, Schule oder Beruf, Leistungssport zu betreiben“.

Zumal sie in so jungen Jahren noch gar nicht auf ihrem Leistungs- Höhepunkt sind. „Wir wollen ihnen dennoch die Perspektive bieten, sich weiter zu entwickeln “, sagt Zimmer. Die Saar-Mannschaft startet als eines der wenigen Teams ohne dekorierte Ausländer in der Bundesliga. Dafür aber mit Frodeno. „Es ist spannend, das noch mitnehmen zu können“, sagt Frodeno lächelnd, „und geil zu sehen, wie sie in jeder freien Minute das Handy oder den Gameboy rausholen“. Dass er sich als angehender „Ironman“ noch auf die Sprintdistanz wagt, ist für ihn kein Gegensatz. „Man sollte das Spektrum der Intensität nicht vernachlässigen. Außerdem ist es nicht nur fürs Training gut, sondern auch motivational“, sagt er.

Denn eines ist sicher: „Die Langstrecke ist ein einsames Ding.“ Ob im Training oder im Wettkampf. „Deshalb ist das im Team jetzt ganz gut so“, sagt er. Eine sichtlich wohltuende Abwechslung nach den vielen einsamen Stunden der Vorbereitung auf die lange Distanz. „Die hat etwas Mystisches, ist hart und respekteinflößend“, sagt Frodeno, „und allein deshalb so reizvoll“. Dass er aber in seinem „kurzen“ Sprinteinsatz in Kraichgau um den Sieg kämpft, ist eher unwahrscheinlich. Diesen ersten Bundesliga- Tagessieg müssen die jungen Wilden wohl selbst einfahren.
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