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Saar-Uni: Fifa-Exzellenz-Zentrum macht auch deutsche National-Elf fit

Es ist eine hohe Auszeichnung: Der Weltfußballverband Fifa hat das Institut für Sport- und Präventivmedizin an der Universität des Saarlandes zum medizinischen Exzellenz-Zentrum (Fifa Medical Centre of Excellence) ernannt. Damit bescheinigt die Fifa dem Institut eine besondere Kompetenz in der sportmedizinischen Versorgung, der Leistungsdiagnostik und der Vorbeugung von Beschwerden und Verletzungen.

Schon bei drei Weltmeisterschaften betreut

„Wir haben uns bei der Fifa beworben“, berichtet Professor Dr. Tim Meyer, der Leiter des Saarbrücker Instituts. Daraufhin haben die Experten des Weltfußballverbandes die Leistungsfähigkeit und Qualität der Sportmedizin an der Saar-Uni intensiv geprüft. An der wissenschaftlichen Eignung und praktischen Erfahrung gab es keinerlei Zweifel, zumal Tim Meyer als Arzt der deutschen Fußballnationalmannschaft noch eine besondere Qualifikation nachweisen kann. Schon bei drei Weltmeisterschaften hat er die Nationalkicker medizinisch betreut: 2002 in Japan und Südkorea, 2006 in Deutschland und in diesem Jahr in Südafrika.

Wichtigste Aufgabe: Gesundheit der Spieler zu schützen und Gefährdungen vorzubeugen

Die Fußball-Exzellenz-Zentren haben als wichtigste Aufgabe, die Gesundheit der Spieler zu schützen und Gefährdungen vorzubeugen. „Dazu müssen unter anderem Verletzungen analysiert und die Ursachen erforscht werden“, erklärt Tim Meyer. „Mithilfe der daraus gewonnen Erkenntnisse können wir wirksame Präventionsprogramme entwickeln.“ Die Saarbrücker Sportmediziner haben in diesem Jahr rund 150 erwachsene Fußballspieler aus den Profi-Ligen und Amateurklassen untersucht. „Hinzu kommen etwa 140 Jugendspieler der DFB-Auswahlmannschaften“, erläutert Meyer. Es sind die Junioren-Teams des Deutschen Fußballbundes: U16, U17, U18, U19 und U20, die zwei- bis dreimal im Jahr von den Experten des Instituts für Sport- und Präventivmedizin getestet werden.

Die prominentesten Probanden sind die Profis der Nationalmannschaft und des U21-Teams. Aber auch Vereinsteams aus verschiedenen Klassen lassen sich testen. Beispielsweise haben die Saarbrücker Wissenschaftler die Kader nahezu sämtlicher regionaler Topmannschaften sowie die Bundesliga-Spieler von Borussia Dortmund unter die Lupe genommen.

Berti Vogts: langjährige Kontakte zur Saarbrücker Sportmedizin

Da es den Mannschaften wegen enger Zeitpläne nicht immer möglich ist, nach Saarbrücken zu kommen, reist ein Team des Instituts unter Führung von Dr. Oliver Faude und Sabrina Skorski auch schon mal zu den Kunden. So flogen die Sportmediziner bereits einmal ins 3500 Kilometer entfernte Aserbaidschan, um die Fitness der dortigen Fußballnationalmannschaft zu überprüfen. Deren derzeitiger Trainer, Berti Vogts, hatte die Fachleute aus Saarbrücken eingeladen, weil er langjährige Kontakte zur Saarbrücker Sportmedizin pflegt.

Bereits Tim Meyers Vorgänger im Amt, Professor Dr. Wilfried Kindermann, war Mannschaftsarzt sowie sportmedizinischer Berater zu Vogts' Bundestrainerzeiten und entwickelte große Teile der heute immer noch durchgeführten leistungsdiagnostischen Verfahren.

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