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Saar-Uni: Harte Zeiten stehen bevor

Ab Mitte des Jahrzehnts wird die Saar-Universität deutlich mehr sparen müssen als bisher geplant.

Ab Mitte des Jahrzehnts wird die Saar-Universität deutlich mehr sparen müssen als bisher geplant.

Nun hat die Saar-Universität gerade ihren Entwicklungsplan für 2011 bis 2013 verabschiedet. Und damit liegt als nächstes Thema die Frage auf dem Tisch, wie es weitergehen soll, falls der Etat der Hochschule danach schrumpft. Grundlinien einer solchen Strukturplanung von 2014 bis 2020 sollte ursprünglich eine Ergänzung zum Universitätsentwicklungsplan darlegen. Doch beim Senat der Hochschule stieß das Papier des Uni-Präsidiums auf wenig Gegenliebe. In seiner jüngsten Sitzung gab es der Universitätsrat schließlich zur Überarbeitung ans Präsidium zurück, so sein Vorsitzender Professor Ulrich Gäbler. Der Uni-Rat empfehle schärfere Konturen bei der Restrukturierung auf dem Campus. Eine neue Version des Plans ist erst im Herbst zu erwarten.

Für zumutbar hält Uni-Präsident Volker Linneweber ab 2014 ein Haushaltsminus von einem Prozent, denn schon bei stagnierendem Etat seien Kürzungen auf dem Campus nicht zu vermeiden (wir haben berichtet). Doch diese Quote reicht Wissenschaftsminister Christoph Hartmann (FDP) nicht. „Es ist notwendig, dass die Uni einen Sparbeitrag leistet.“ Ein Prozent genüge dafür nicht. Etwas vorsichtiger, aber in derselben Richtung argumentiert der Vorsitzende des Uni-Rates: „Es wird kaum möglich sein, mit einem Prozent auszukommen.“

Deutlicher wird die Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers (PWC), die für die Haushaltsstrukturkommission der Landesregierung auch den Campus unter die Lupe nimmt. Wie die SZ erfuhr, soll sich die Summe ihrer Sparvorschläge bis Ende des Jahrzehnts auf 32 Millionen Euro belaufen. Ein Schwerpunkt ihres Berichts, der heute vorgestellt wird, liegt auf der medizinischen Fakultät, denn die komme das Saarland überdurchschnittlich teuer.

Mit drei zentralen Themen werde sich die Saar-Uni in ihrer mittelfristigen Planung auseinandersetzen müssen, verlangt der Wissenschaftsminister: Sparen, Profilbildung und Qualität. Alle Hochschulen im Land müssten sich dabei auch die Frage gefallen lassen, welchen Mehrwert sie für das Land darstellten. „Ich weiß, das ist ein Tabubruch“, so Hartmann, der „Mehrwert“ jedoch ausdrücklich nicht nur ökonomisch definiert wissen möchte. Es sei kein Eingriff in die Freiheit der Wissenschaften vorgesehen, aber: „In einem Haushaltsnotlage-Land kommen wir immer mehr in Debatten, wo es um Rechtfertigungen geht.

“ Der Wissenschaftsminister will die Hochschulen in einer eigenen Organisationsuntersuchung unter die Lupe nehmen lassen. Dabei werde es auch um die Frage gehen, ob durch engere Kooperationen unter anderem der Verwaltungen der Universität und der Hochschule für Technik und Wirtschaft Einsparungen möglich seien.

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