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Saar-Uni: Streit ums Diplom geht weiter

Die Saar-Uni kommt im Diplom-Streit nicht zur Ruhe.

Die Saar-Uni kommt im Diplom-Streit nicht zur Ruhe.

´Saarbrücken. In der Diskussion um das BWL-Diplom an der Saar-Uni ist dem Allgemeinen Studentenausschuss der Hochschule nun der Geduldsfaden gerissen. Die beiden Vorsitzenden, Désirée Kraemer und Marc Großjean, sind von Präsidium und Wirtschaftsfakultät enttäuscht. Sie fordern: „Das Katz-und-Maus-Spiel zwischen Uni-Leitung und Fakultät muss endlich aufhören. Das Präsidium muss jetzt erklären, ob es das Diplom zurückhaben will oder nicht. Und die Fakultät muss ihren verkorksten Bachelor-Studiengang auf die Reihe kriegen und den Übergang zum Master regeln.“ 



Maximal 19 Prozent der BWL-Studenten schaffen Bachelorabschluss in  Regelstudienzeit

Die Fakultät I und das Uni-Präsidium gehen davon aus, dass an der Saar-Universität maximal 19 Prozent der BWL-Studenten den Bachelorabschluss in der Regelstudienzeit schaffen werden. Deutschlandweit sind es allerdings 57 Prozent. „Das ist absolut inakzeptabel“, findet auch der Studiendekan der Wirtschaftsfakultät, Ashok Kaul. „Vielleicht haben wir den Seminarplan falsch aufgebaut oder das Studium ist zu voll bepackt.“

Neben der desolaten Bachelor-Absolventenquote müsse die Hochschule aber auch den Übergang vom BWL-Bachelor- zum Masterstudium klären, sagt Uni-Präsident Volker Linneweber und ergänzt: „Die drängensten Probleme scheint die Fakultät aus den Augen verloren zu haben.“ Das Präsidium habe bereits einen konkreten Vorschlag für den Zugang zum Master gemacht, die Fakultät allerdings nicht. „Ich bin guter Dinge, dass wir bald eine gemeinsame Lösung finden werden“, beruhigt Kaul.

Diskussion um Einführung eines Diplom-Studiengangs „zweitrangig“

Derzeit „zweitrangig“ ist für Linneweber die Diskussion um die Einführung eines Diplom-Studiengangs in der Betriebswirtschaftslehre. Für den macht die Fakultät seit Wochen mobil. Doch die Uni-Verantwortlichen lehnen den Diplom-Kaufmann ab, solange dessen Bolognakonformität nicht bewiesen ist. Der Studienausschuss sollte eigentlich Bewegung in den Disput bringen und zum Diplom-Studium Stellung beziehen. Doch das Gremium lehnte dies mit der Begründung ab, „es dürfe keine strukturellen Entscheidungen treffen. Das könne nur das Präsidium“. Das Uni-Präsidium will am Donnerstag seine Position zum Diplom formulieren. pbe

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