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Saar-Uni: Studis müssen bald mehr zahlen

Was das im Detail bedeuten kann, zeigt ein Versuch der Pharmazie-Studenten die wegfallenden Tutorien durch sogenannte Nachhilfebörsen zu ersetzen.

Was das im Detail bedeuten kann, zeigt ein Versuch der Pharmazie-Studenten die wegfallenden Tutorien durch sogenannte Nachhilfebörsen zu ersetzen.

Für Saarbrücker Studenten wird das Studieren in den kommenden Semestern teurer werden. Die Einsparungen im Haushalt der Universität des Saarlandes führen dazu, dass zahlreiche studentische Angebote auf dem Campus eingeschränkt oder sogar ganz abgeschafft werden. Der Allgemeine Studierendenausschuss (Asta) will wegen sich abzeichnender Kürzungen in der zweiten Novemberwoche auf die Straße gehen und vor dem Landtag in Saarbrücken demonstrieren (wir berichteten).

Wegfallen werden laut einer Liste des Astas beispielsweise die bisher für Studenten kostenlosen Ausdrucke von Abschlussarbeiten in der Universitätsbibliothek. Schon diese Einsparung dürfte Studenten schwer treffen. Eine Bachelorarbeit mit 40 bis 50 Seiten kostet in Farbe, gebunden und in der vorgeschriebenen dreifachen Ausfertigung rund 50 Euro. Wer noch ein Exemplar für sich selbst möchte, muss nochmal gut 15 Euro drauflegen.

Diplomabsolventen müssen noch tiefer in die Tasche greifen. Über 100 Euro müssen sie für ihre drei Arbeiten mit etwa 130 Seiten in Farbe mit Bindung zahlen. Auch hier beinhaltet der Druckpreis nur die drei Pflichtexemplare. Wer sich seine Diplomarbeit zuhause ins Regal stellen möchte, zahlt für ein weiteres Exemplar nochmal rund 30 Euro.
Nach Angaben des Präsidiums der Saar-Uni sind aber auch Verdienstmöglichkeiten für Studenten auf dem Campus direkt von Kürzungen im Uni-Haushalt betroffen. „Viele Hiwi-Stellen etwa für Tutorien fallen in den Fakultäten weg“, heißt es in einer vorläufigen Streichliste des Universitätspräsidiums.
Dabei können Gruppen von Studenten zusammen einen Nachhilfelehrer beauftragen, der ihnen bei der Auf- und Nachbereitung des Lehrstoffes helfen soll. „Die Idee ist, dass die ehemaligen Leiter der Tutorien von den Studenten gebucht werden können“, sagt Asta-Vorsitzende Charlotte Dahlem. Kostenlos wird der Kurs dann für die Teilnehmer aber nicht mehr sein: „Den Leiter eines Tutoriums müssen die Studenten dann selbst bezahlen“, so Dahlem. Gleiches gelte auch für die Mittel, die in den Laborpraktika bereitgestellt werden. Werde das Volumen für Chemikalien überschritten, müssen die Studenten draufzahlen. „Am Ende des Semesters müssen dann alle Studenten, die im Labor gearbeitet haben, zusammenlegen“, erklärt Dahlem.

Auch Einführungsveranstaltungen zu Beginn der Wintersemester sollen nach Angaben des Astas gestrichen werden. In diesen Veranstaltungen wird Studenten zum Beispiel ein Überblick über ihren Studiengang gegeben oder dabei geholfen, einen Stundenplan für das erste Semester zu erstellen.

Auch der Medizin-Campus in Homburg wird nach den Informationen des Astas von den Kürzungen im Uni-Haushalt betroffen sein. Deutschkurse für ausländische Medizin-Studenten, die in diesem Wintersemester starten sollten, werden nun doch nicht eingeführt. Die Kurse wären mit Sicherheit sehr sinnvoll gewesen, gerade in Hinblick auf die Attraktivit der Saar-Uni für ausländische Studenten, kommentiert der Asta-Vorstand diese Entscheidung. Auch die Uni-Buslinie, die zwischen dem Saarbrücker und dem Homburger Campus die Studenten transportiert, könnte ab dem Sommersemester eingestellt werden.
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