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Saar-Uni: Totaler Stromausfall nach Kurzschluss in Trafostation

Stromausfall an der Universität des Saarlandes.

Stromausfall an der Universität des Saarlandes.

Ein plötzlicher Stromausfall hat am Donnerstag das Leben auf dem Campus der Saar-Uni in Saarbrücken stundenlang lahmgelegt. Aus Sicherheitsgründen wurden laut Uni-Präsident Volker Linneweber am Morgen einige der rund hundert Gebäude auf dem Unigelände geräumt. In ihnen waren trotz Semesterferien schätzungsweise 1000 Studenten und 2000 Uni-Beschäftigte, für die aber zu keiner Zeit eine Gefahr bestand. Stattdessen standen Computer und hochtechnische Geräte still, fiel die Uni-Telefonanlage samt Hochschul-Webseite aus und wurde die Uni-Mensa geschlossen. Die genaue Ursache des Stromausfalls und die Höhe der Sachschäden standen gestern noch nicht fest. Vor einem Jahr hatte ein anderer Stromausfall an der Uni für 250 000 Euro Schaden gesorgt.

Es war gegen 9.45 Uhr, als an der Uni plötzlich alle Lichter ausgingen. Lediglich der Science-Park mit dem Scheer-Tower, dem Max-Planck-Institut und einem Teil des Gebäudes des Instituts für Neue Materialien (INM), die eine eigene Stromversorgung haben, waren nicht betroffen. „Ein Kurzschluss an der Haupteinspeisung in der Haupttrafostation hat den totalen Stromausfall verursacht“, erklärt der Facility-Manager der Uni, Alois Etringer, kurze Zeit später. Eine Besichtigung vor Ort in der erst 2011 erneuerten Trafostation von der Firma Siemens, zusammengebaut von der Steag, zeigt: Ein zwei Finger dickes, schwarz verrußtes Kabel war Auslöser allen Unheils.

Schon gegen Mittag sind Experten der Steag dabei, die Schäden zu reparieren. Gutachter und Sachverständige erforschen die Ursachen. Während die Mensa geschlossen ist und die meisten Studenten und Uni-Mitarbeiter nach Hause gehen, kaufen ein paar andere Studenten im kleinen Uni-Markt bei Teelicht-Beleuchtung und mit Taschenlampen in der Hand Wurst, Brötchen und Getränke. Mit Dieselmotoren betriebene Notstromaggregate sorgen derweil dafür, dass der Tagesbetrieb weitergehen kann.

Im August 2014 waren bei einem anderen Stromausfall , verursacht von einem jahrzehntealten Kabel im Erdreich, auch Forschungsdaten verloren gegangen. Diesmal, so versichert Uni-Präsident Linneweber, sind alle Daten im Uni-Server gesichert. Dennoch sei nicht auszuschließen, dass erneut Forschungsergebnisse während eines plötzlichen Stromausfalls beim Experiment untauglich geworden seien. All dies muss aber noch untersucht werden. Alleine beim Epigenetiker Professor Jörn Walter würde ein nicht zu Ende geführter Versuch bis zu 25 000 Euro kosten, hieß es.

Dank Notstrombeleuchtung und ersten Reparaturen konnte dann um 15 Uhr in der Aula der Universität ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderter internationaler Kongress „Musik und Informatik im Dialog“ wie geplant beginnen. Zu diesem Kongress hatten sich auch Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer ( CDU ) angesagt.

Linneweber tagte zuvor bei etwas herbstlich-regnerisch eingetrübtem Tageslicht mit dem Uni-Präsidium. „Seit 16.45 Uhr ist die Stromversorgung auf dem Uni-Campus in allen Gebäuden wieder stabil“, verkündete Claudia Ehrlich von der Uni-Pressestelle am Nachmittag, „allerdings dauert es noch bis die IT-Versorgung überall hochgefahren ist“,

Ebenso betroffen war der Landtag. Das Internet dort hängt am Server der Universität, weshalb es in den Landtagsgebäuden nicht funktionierte, wie der SR meldete. Auch die Homepage des Landtags war deshalb gestern zeitweise nicht zu erreichen.
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