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Saar-Uni: Wie geht's weiter mit Wohnheim D?

Wegen Mängeln im Brandschutz soll das Wohnheim D der Universität eventuell geräumt werden.

Wegen Mängeln im Brandschutz soll das Wohnheim D der Universität eventuell geräumt werden.

Saarbrücken. Im Konflikt um die Zukunft des maroden Studentenwohnheims D auf dem Campus der Universität Saarbrücken hält die Universitätsleitung eine Räumung bis Ende März für nicht notwendig. „Die Räumung war auch von Seiten der Unteren Baubehörde, die das Wohnheim im Dezember 2011 untersucht hat, kein Zwang“, stellt Thorsten Mohr von der Uni-Pressestelle klar. „Wir versuchen nun, die festgestellten brandschutztechnischen Mängel zügig zu beheben.“ Dafür reiche ein niedriger sechsstelliger Betrag aus, um etwa Feuerschutztüren einzubauen und Räume ohne zweiten Ausgang zu schließen. Bis dahin werde die Sicherheit der Bewohner weiterhin von der zu Beginn des Monats eingerichteten Brandwachegewährleistet. Wer die Kosten für die Brandsanierung tragen wird, stehe noch nicht fest. In der kommenden Woche würden Vertreter von Universität, Studentenwerk und der Unteren Bauaufsicht über das weitere Vorgehen beraten.

Es sei zudem geplant, das Wohnheim ab 2013 für zirka sechs Millionen Euro von Grund auf zu sanieren. Unterdessen hält der Vorstand des Studentenwerks, das das Gebäude für die Universität verwaltet, weiter am angekündigten Auszug der fast 260 Studenten fest. „Wir geben nichts mehr auf Versprechungen, denn wir warten seit zehn Jahren auf Geld zur Sanierung und es passiert nichts“, sagt die Geschäftsführerin des Studentenwerks, Anne- Marie Oswald. An der für den 31. März angesetzten Räumungsfrist wolle sie aber nicht krampfhaft festhalten. „Möglicherweise kann es auch der 15. April werden.“ Oswald widerspricht der Ansicht, vorschnell die Räumung beschlossen zu haben: „Im Gutachten steht, es gehe um ‚Leib und Leben’ der Bewohner, das hat für uns oberste Priorität.“ Sie selbst habe zudem erst aus der Presse von den Plänen der Unileitung erfahren, bemängelt Oswald fehlende Kommunikation. „Wir sind weiterhin gesprächsbereit, denn wir hoffen auf eine Sanierung und wollen das Heim erhalten.“

Zu keinem Zeitpunkt habe die Bauaufsicht damit gedroht, das Wohnheim zu schließen, sagte der Pressesprecher der Stadt Saarbrücken, Thomas Blug, zu Wochenbeginn. Lediglich wenn das Studentenwerk untätig geblieben wäre, hätte sich Behörde rechtliche Schritte vorbehalten. Verwirrung herrscht unterdessen bei den Bewohnern des Wohnheims D, die Frage der Räumung ist Hauptgesprächsthema auf den Fluren. „Viele Leute schauen sich schon nach Alternativen um. Andere wollen auf jeden Fall bleiben, da keiner vor die Tür gesetzt werden kann, bis der Mietvertrag ausläuft“, sagt die 23-jährige Anne Siebels. Das Angebot des Studentenwerks, die Mehrkosten in einer neuen Wohnung bis zu einer Differenz von 100 Euro monatlich zum jetzigen Mietpreis zu zahlen, sieht sie skeptisch: „Hätte mit dem Geld nicht schon mit der Sanierung begonnen werden können?“ Vom Studentenwerk hieß es dazu: „Das müssen wir jetzt für unsere Studenten stemmen.“ ukl
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