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Saar-Uni fördert berufliche Selbstständigkeit

Diese vier sind bei der KWT für Existenzgründungen und die Gründerhochschule zuständig: Christine Feiler, Alessandro Quaranta, Miriam Wiediger und Marlen Schmidt (v.l.).

Diese vier sind bei der KWT für Existenzgründungen und die Gründerhochschule zuständig: Christine Feiler, Alessandro Quaranta, Miriam Wiediger und Marlen Schmidt (v.l.).



Saarbrücken. Die Universität des Saarlandes will das Thema Unternehmensgründung stärker in das Studium integrieren. Aus diesem Grund hat die Universität in dem neuen Förderwettbewerb „Exist-Gründungskultur – Die Gründerhochschule“ den Antrag gestellt, eine solche Gründeruniversität zu werden. Die Federführung dieses Programms liegt beim Bundeswirtschaftsministerium. Organisiert wird die Universitäts- Initiative von der Kontaktstelle für Wissens- und Technologietransfer (KWT), wie deren Leiter Wolfgang Lorenz und Uta Merkle erläutern. In der ersten Runde hatten sich 83 Hochschulen mit Ideenskizzen beworben. In die engere Wahl – darunter auch die Saar-Uni – sind 20 gekommen. Zehn von ihnen werden mit jeweils 800 000 Euro pro Jahr in einem Zeitraum von fünf Jahren gefördert. Die Entscheidung soll im Januar fallen. Ziel der Initiative soll sein, bei den Studenten schon früh die Lust zu wecken, sich später unternehmerisch selbstständig zu machen. „Das Gründungswissen soll in das Studium integriert werden“, sagt Lorenz.

Als Dozenten stehen zwei Junior- Professoren zur Verfügung. Darüber hinaus werden Existenzgründer über ihre Erfahrungen berichten, die sich im Starterzentrum oder im Science Park der Universität ihre ersten unternehmerischen Sporen verdient haben. Allerdings soll die Gründerhochschule „ein Anliegen der gesamten Universität sein“, meint er. Daher will er Professoren von vielen Fakultäten als Gründungsmentoren und -vorbilder einbinden. Unternehmer als Dozenten Zusätzlich möchte Lorenz gestandene Unternehmer als Dozenten gewinnen. Sie sollen vor Fallstricken und Gefahren auf dem Weg in die berufliche Selbstständigkeit warnen, aber auch sagen, wie es funktionieren könnte und wie sie es gemacht haben. Derzeit ist der frühere Saar-Wirtschaftsminister Hanspeter Georgi dabei, Kandidaten anzusprechen und für diese Aufgabe zu begeistern.

„Wir brauchen Unternehmer aus allen Bereichen“, sagt Lorenz. In einem ersten Schritt plant er 14 Veranstaltungen, in denen Studenten auf eine Existenzgründung vorbereitet werden. Diese umfassen auch naturwissenschaftliche Sparten. Die Saar-Universität bietet bereits seit 1995 gute Voraussetzung für Unternehmensgründungen aus dem Campus heraus. Damals wurde mit Unterstützung der KWT das bundesweit erste Starterzentrum an einer Uni aus der Taufe gehoben. Heute gibt es bereits drei dieser Firmen-Brutkästen, zwei am Campus Saarbrücken und einen für den Gesundheitssektor an der Medizinischen Fakultät in Homburg. Seither haben sich in diesen drei Zentren knapp 390 Gründer (darunter mehr als 40 Frauen) mit rund 240 Unternehmen selbstständig gemacht. Etwa 1400 Arbeitsplätze sind von ihnen geschaffen worden.

Die Jungunternehmer können drei Jahre in den Starterzentren bleiben, wo sie gemeinsame Einrichtungen wie Sekretariate oder die Telekommunikations- Infrastruktur nutzen können. Zusätzliches Wissen können sie sich in Workshops aneignen oder das Studienangebot Existenzgründungen des Instituts für Existenzgründung/ Mittelstand (Professor Heinz Kußmaul) wahrnehmen. Wenn sie nach drei Jahren noch die Nähe zur Universität benötigen, können sie in den benachbarten Science Park auf dem Campus Saarbrücken umziehen. Unternehmer, die Interesse an einer Mitarbeit haben, können sich per E-Mail an Wolfgang Lorenz wenden: w.lorenz@ univw.uni-saarland.de


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