L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

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Saar-Uni kooperiert mit kalifornischer Elite-Uni

Symbolfoto.

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Wie lockt man deutsche und europäische Spitzenforscher nach Saarbrücken ? „Dazu müssen wir ihnen im Saarland etwas Neues bieten, eine Karriereoption geben und unsere internationale Wahrnehmung stärken“, sagt der Leiter des Kompetenzzentrums für IT-Sicherheit Cispa („Center for IT-Security, Privacy and Accountability“) an der Universität des Saarlandes , Professor Michael Backes.

Dies soll ab 2017 mit einer neuen Forschungskooperation zwischen der Saar-Uni und der amerikanischen Elite-Universität im kalifornischen Stanford möglich werden. Vergangene Woche schloss Backes in Kalifornien die Vereinbarung für das Qualifizierungsprogramm ab. „Wir geben einigen wenigen hervorragenden Nachwuchswissenschaftlern die Möglichkeit, zuerst zwei Jahre am Cispa zu forschen, um dann weiter zwei Jahre an der Stanford-Universität als Gastprofessor in der Cyber-Sicherheit zu arbeiten“, erläutert Backes das Programm. Im Anschluss würden die IT-Experten als Forschungsgruppenleiter an das Cispa zurückkehren, um sich von dort auf Professuren an deutschen Unis oder als Forschungsleiter in der Industrie zu bewerben. „Stanford sieht uns auf Augenhöhe“, sagt der Professor.

Nachwuchsforscher können sich ab sofort bis Mitte Januar um eine Stelle bewerben. Die ersten Mitarbeiter des Cispa sollen bereits Mitte des Jahres in die USA wechseln. Bei der Auswahl werde darauf geachtet, dass die Bewerber langfristig planten, in Deutschland zu arbeiten und das Programm nicht als Sprungbrett für eine Karriere in den USA nutzten.

Das Programm, dessen Laufzeit nicht definiert ist, aber mindestens sechs Jahre laufen soll, wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung pro Jahr mit rund drei Millionen Euro gefördert. „Gerade in der IT-Sicherheit sind Experten auf internationale Zusammenarbeit angewiesen“, teilte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka ( CDU ) mit. Auch Wissenschaftsministerin und Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer ( CDU ) loben die Kooperation: „Wir sind hier auf Weltniveau. Wer bei IT-Sicherheit in der obersten Liga spielen will, muss nach Saarbrücken kommen.“ Pro Jahr gebe es drei bis vier Postdoc-Stellen am Cispa, die ebenfalls Mitarbeiter erhielten, sodass wenn das Programm angelaufen ist, rund 45 neue Stellen entstünden. Nicht ausgeschlossen sei, dass in Zukunft ein weiterer Neubau für das Institut nötig werde, sagten Backes und Kramp-Karrenbauer.

 

IT-Sicherheit werde immer wichtiger. Die Schäden durch Internet-Kriminalität beliefen sich jährlich auf einen dreistelligen Milliarden-Betrag, die Dunkelziffer der nicht entdeckten Fälle liege höher, schätzt Backes. Neben der Datenschutzforschung arbeite das Cispa unter anderem auch am Thema „Autonomes Fahren“, sagt Backes. Hier gehe es etwa darum, dass sensorische Daten, die ein System erkennt, stark gefährdet für Manipulationen seien. „Durch minimale Veränderungen, die der Mensch mit seinem Auge nicht erkennt, kann erreicht werden, dass ein Stoppschild nicht mehr vom Auto als solches erkannt wird“, nennt Backes eine Gefahr.

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