L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

L125

Priorität: Dringend

15°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
15°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Saar-Uni muss doch nicht so viel sparen wie befürchtet

Auf dem Campus der Saar-Uni.

Auf dem Campus der Saar-Uni.

„Mehr war nicht möglich.“ Für Uni-Präsident Volker Linneweber ist der Dauerstreit zwischen Landesregierung und Saar-Universität über die Hochschulfinanzen nun endgültig beigelegt. Die Saar-Uni habe mit der Ansage von Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer zu den Hochschulfinanzen das Maximum dessen erreicht, was herauszuholen war und damit endlich Klarheit bis 2020. „Was jetzt noch dazukommen kann“, damit spielt Linneweber auf das Thema Drittmittel an, „hängt nur noch von unserer Leistung ab. Und damit auch die Frage: Bleiben wir in der ersten Liga?“
 

Neues Sparprogramm

Bis Ende März will der Uni-Präsident sein auf dem Campus heftig umstrittenes Sparpaket aus dem vergangenen Jahr, das in einzelnen Fakultäten Kürzungen bis zu einem Viertel vorsah, an die neuen Budgetvorgaben des Landes anpassen. Bereits am morgigen Mittwoch soll im Senat der Hochschule ein Plan des Präsidiums vorgestellt werden, die Zahl der Fakultäten von derzeit acht auf sechs zu vermindern. Diese neuen akademischen Einheiten sollen künftig innerhalb der Hochschule mehr Freiheiten haben, ihre Finanzen zu verwalten. Im Frühjahr des vergangenen Jahres war ein ähnliches Restrukturierungskonzept noch nach Widerstand in den Gremien versandet. Damals war die Reduktion auf nur noch fünf Fakultäten im Gespräch gewesen – Europa, Medizin, Empirische Human- und Wirtschaftswissenschaften, Mathematik und Informatik , Naturwissenschaft und Technik.

Die Spardebatte auf dem Campus, so Volker Linneweber , könne nun allerdings nicht von Grund auf neu geführt werden. Einen Großteil des gewonnenen finanziellen Spielraums habe bereits die Tatsache gekostet, dass ursprünglich geplante, heftig kritisierte Eingriffe in Berufungszusagen für Professoren wieder einkassiert worden sind. „Wir werden jetzt nicht einfach alle Sparvorgaben um fünf Prozentpunkte nach unten ziehen“, so der Uni-Präsident. Auch die „Solidarbeiträge“ von fünf Prozent von Informatik und Medizin sollen nicht verändert werden.

Der finanzielle Spielraum der Saar-Universität sei bei genauer Betrachtung der Lage zudem geringer, als es auf den ersten Blick scheine. Das von der Staatskanzlei errechnete Haushaltsminus von 7,5 Prozent lasse die Tatsache außen vor, dass die Universität über 29 Millionen Euro pro Jahr an die Homburger Uniklinik abführen müsse. Werde dieser Betrag aus der Rechnung ausgeklammert, wachse das tatsächliche Defizit der Hochschule bis 2020 auf zehn Prozent.
 

16 500 Studenten

Roland Rolles, Vizepräsident für Verwaltung und Wirtschaftsführung, macht ein spezieller Aspekt des Berechnungsverfahrens Sorge. Es beziehe sogenannte Haushaltsreste mit ein, Geld das die Uni vom Land und Drittmittelgebern erhält, aber nicht unmittelbar ausgeben kann. Diese rund 13 Millionen Euro sollen bis 2020 abgebaut werden. Dann ist das Geld weg. Rolles: „Da können Sie schon mal den Wecker stellen auf 2019 für die nächste Finanzdiskussion.“

Wie viele Studenten wird die Saar-Uni im Jahr 2020 noch haben? Das Land rechne mit einem Rückgang bei den Erstsemestern von maximal zehn Prozent, so der Uni-Präsident. Das wären 2700 Immatrikulationen im Studienjahr – damit dürfte die Gesamtzahl der Studenten zum Ende des Jahrzehnts auf 16 500 geschrumpft sein.
Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein