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Saar-Uni wählt neuen Uni-Präsidenten

Die 17 Senatoren der Saar-Uni
stimmen am Mittwoch im ersten
Wahldurchgang über den
neuen Uni-Präsidenten ab.

Die 17 Senatoren der Saar-Uni stimmen am Mittwoch im ersten Wahldurchgang über den neuen Uni-Präsidenten ab.

Saarbrücken. Am Mittwoch (29.02.2012) fällt im Senat der Saar-Universität die Vorentscheidung über den nächsten Präsidenten der Hochschule. Es ist die erste von zwei Abstimmungen. Das zweite Gremium, dessen Votum für die Wahl notwendig ist, der Universitätsrat, tritt voraussichtlich im April zusammen.

Vor den Mitgliedern des Senats – neun Professoren, drei akademische Mitarbeiter, drei Studentenvertreter und zwei Mitarbeiter des nichtwissenschaftlichen Personals – liegt am Mittwochnachmittag eine extrem kurze Kandidatenliste. Auf ihr steht nur ein einziger Name – der des gegenwärtigen Amtsinhabers Professor Volker Linneweber. Er wurde Ende November als alleiniger Kandidat von der eigens zu diesem Zweck installierten Findungskommission der Hochschule nominiert, die davor drei potenzielle Bewerber, darunter den Saarbrücker Physik-Professor Ludger Santen, befragt hatte. Über den verkürzten Wahlvorschlag gab es auf dem Campus viele Diskussionen. Laut Universitätsgesetz soll die Liste drei Namen umfassen – diese Soll-Bestimmung haben allerdings in der Vergangenheit sämtliche Findungskommissionen der Saar-Uni ignoriert.

So bequem, wie sie auf den ersten Blick scheint, ist die Position des Alleinkandidaten Volker Linneweber auf dem Campus allerdings nicht, wie die Diskussion um den Entwicklungsplan der Hochschule für die Jahre 2014 bis 2020 gezeigt hat, die Leitlinie des Präsidenten in einer zweiten Amtsperiode sein soll. Der Plan versteht sich zwar nicht als Sparkonzept, er geht jedoch bis zum Jahr 2020 von einer Finanzlücke von über 70 Millionen Euro aus. Um die Schwerpunkte Informatik, NanoBioNet und Europa der Uni zu erhalten, sollen mehr als 20 Professuren anderer Bereiche, das Gros in den Ingenieurwissenschaften, auf mittlere Sicht gestrichen werden.

Obwohl der Asta die grundsätzlich offene Position des Uni-Präsidenten zum Thema Studiengebühren kritisiert, hat sich die Studentenvertretung am Montag für seine Wiederwahl ausgesprochen – allerdings mit klaren Forderungen für eine mögliche zweite Amtszeit. Der Asta fordert vom künftigen Chef der Univerwaltung etwa mehr Einsatz bei den Haushaltsgesprächen der Universität mit dem Land. „Wir wollen ihm mit unseren Forderungen ein Päckchen mitgeben“, sagt Asta-Vorsitzender Marc Strauch. Die studentischen Senatsmitglieder seien bei ihren Abstimmungen jedoch an keine Weisungen gebunden. Neun Stimmen der 17 Mitglieder des Senats benötigt der Kandidat fürs Amt des Universitätspräsidenten für seine Wahl. Zwei Wahlgänge sind möglich. Danach ist das zweite Gremium der Hochschule, der Universitätsrat, gefragt. Der „Aufsichtsrat“ der Saar-Uni hat sich bereits grundsätzlich positiv zum Entwicklungsplan des Präsidenten erklärt, verlangt aber in einigen Punkten weitere Informationen und eine Restrukturierung der Verwaltung.

Auch bei den sieben stimmberechtigten Mitgliedern des Universitätsrats muss der Kandidat die Mehrheit erreichen. Zwei Wahlgänge sind auch hier möglich. Das Datum dieser Abstimmung steht noch nicht fest. Als sehr wahrscheinlich gilt ein Termin im April. Sollten sich Senat und Universitätsrat bei der Wahl zum Unipräsidenten nicht einigen, würde das Wissenschaftsministerium über den nächsten Präsidenten der Saar-Universität entscheiden.

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