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Saar-Uni warb 2013 rund 70 Millionen Euro ein

Die gestiegenen Drittmittelerträge dürften laut den Worten des Uni-Präsidenten jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Uni Teile der Drittmittelforschung aus ihren eigenen Kassen finanzieren muss, um die nötige Infrastruktur bereitzustellen.

Die gestiegenen Drittmittelerträge dürften laut den Worten des Uni-Präsidenten jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Uni Teile der Drittmittelforschung aus ihren eigenen Kassen finanzieren muss, um die nötige Infrastruktur bereitzustellen.

2012 war für die Saar-Universität ein extrem erfolgreiches Jahr. Das geht aus Zahlen der Jahresbilanz 2012 hervor, die Uni-Präsident Volker Linneweber gestern auf dem Saarbrücker Campus vorlegte. Demnach sei es gelungen, rund 70 Millionen Euro sogenannter Drittmittel – Gelder von EU, Bund, Land und Industrie – einzuwerben, ein Plus von sechs Millionen im Vergleich zum Vorjahr.

Größter Drittmittelgeber war die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), die 34 Prozent des Budgets bereitstellte, so Linneweber. Damit unterstütze die DFG das Exzellenz-Cluster der Informatik sowie die internationale Graduiertenschule für Informatik der Saar-Uni. Seit 2007 flossen 40 Millionen Euro aus den Töpfen der bundesweiten Exzellenzinitiative in diese Einrichtungen.

Außerdem warb die Uni einen neuen vom DFG geförderten Sonderforschungsbereich in den Natur- und Lebenswissenschaften ein, der mit neun Millionen Euro gefördert wird. „Das eröffnet uns die Perspektive, bis zu zwölf weitere Jahre Mittel von der Deutschen Forschungsgemeinschaft erhalten zu können“, so Linneweber.
Wie aus der Jahresbilanz weiter vorgeht, förderte der Bund insgesamt 118 Projekte der Saar-Uni und steuerte 18 Prozent der Drittmittel bei. Weitere 17 Prozent flossen aus den Kassen der Industrie, gefördert wurden damit hauptsächlich Projekte der Mediziner und Ingenieure. Das Saarland steuerte acht Prozent bei.

Forschung belastet Uni-Kasse

Die gestiegenen Drittmittelerträge dürften laut den Worten des Uni-Präsidenten jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Uni Teile der Drittmittelforschung aus ihren eigenen Kassen finanzieren muss, um die nötige Infrastruktur bereitzustellen. „Diese sogenannten Overheadkosten gehen dann zu Lasten unseres vom Land finanzierten Haushalts.“
Doch wie sich eben dieser Globalhaushalt in den kommenden Jahren entwickeln wird, ist unklar. Bereits im Haushaltsjahr 2014 muss die Saar-Uni mit einem von 189 Millionen auf 184,5 Millionen Euro geschrumpften Landeszuschuss auskommen, bis 2020 ein voraussichtliches Defizit von 71 Millionen ausgleichen.

Wegen der schwierigen Haushaltslage sei der Jahresüberschuss (13,2 Millionen im Jahr 2011) im vergangenen Jahr auf 2,1 Millionen gesunken, bilanzierte Linneweber. Solche Rücklagen habe die Uni bislang verwenden können, um Defizite im nächsten Haushaltsjahr auszugleichen. Für 2013 werde kein Überschuss mehr erwartet. Entscheidend hierfür seien die Tarifsteigerungen, die die Landeskasse nur zu einem Teil ausgleicht. So würden 50 Prozent der Tariferhöhungen des jeweiligen Vorjahrs vom Land übernommen. Wenn sich das so fortsetze, „würde das dazu führen, dass die Saar-Uni bis 2040 nur noch die Hälfte ihres Personals beschäftigen kann“, erklärte Robert Gesing, Leiter Strategisches Controlling der Saar-Uni. In einem Gespräch mit der Landesregierung am heutigen Dienstag will Uni-Präsident Linneweber versuchen, eine Lösung für dieses Problem zu finden.
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